Guten Tag,

viele Menschen verzweifeln auf den Weg zur Idealfigur. Der Plan steht, das Wissen ist vorhanden, das Ziel im Blick – doch es wird nicht erreicht.

Zuerst einmal solltest Du dir folgende Frage stellen: Was ist meine Idealfigur bzw. mein Wunschgewicht? Wenn Du die Antwort hast, dann denke darüber noch mal nach. Das allgemeine Idealbild aus Werbung und den Hochglanzzeitschriften ist NICHT dein persönliches Wunschbild!

Wenn Du dir dann DEIN Ziel zurecht gelegt hast, dann ist es einfach. Du brauchst ja nur noch im Netz danach suchen, wie du wirklich abnimmst und den Ziel erreichst. Ganz einfach – nein nicht wirklich. Es gibt tausende Tipps zu dem Thema, ganze Programme oder Kurse. Der Grundgedanke bei all diesen Hilfen mag gut sein, jedoch ist es wirklich sinnvoll auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, jede Kalorie zu zählen bzw. in Punkte umzurechnen oder einen komplexen Plan nachzugehen? Nein – es macht nicht wirklich Sinn sich komplett und seine Lebensweise zu verändern. Besonders schlimm finde ich wird es, wenn du auf eine bestimmte Sache komplett verzichten sollst (Kohlenhydrate, Fette, Zucker) oder wenn du etwas isst oder trinkst was nicht schmeckt (Algendiät, Ananasfasten, …). es heißt immer noch Leben … und nicht Leiden.

Manchmal sind es die kleinen Änderungen in deinem Leben, die viel ausmachen. Frei nach dem Paretoprinzip habe ich Dir mal meine kleinen Änderungen zusammengestellt, die mit wenig Einsatz doch sehr viel ausmachen und sich bei mir bewährt haben. Vielleicht hilft es Dir genau so weiter?

1.) Ersetze so viele Getränke wie möglich durch Wasser

Ich glaube dieser Tipp ist allbekannt – hat jedoch eine sehr große Wirkung. Zuckergetränke und Säfte allein können schon dafür verantwortlich sein, dass die über die Zeit dicker wirst. Sie bringen viel zu viel Zucker mit (500 ml Cola enthalten 50g Zucker). Und denke bloß nicht, dass jeder Kaffee beim Abnehmen hilft. Oftmals ist bis zu 12% Zucker in Form von Maltodextrin im Kaffee – bedeutet 120 Gramm Zucker auf einen Kilo Kaffee.

Deshalb ersetze so viele Getränke wie möglich durch Wasser und Tee. Abgesehen davon, dass Du kräftig Kalorien sparst, fühlst Du dich viel wacher und fitter.

2.) Aus Hell mach Dunkel

Ersetze alle hellen Teigwaren durch dunkle Teigwaren. Mach aus Weizenmehlprodukte einfach Vollkornmehlprodukte!

Dunkel bzw. Vollkornnahrung macht dich länger satt, ist gut für die Verdauung und schmeckt mindestens genauso gut wie das weiße Gegenteil davon. Abgesehen, dass du recht schnell weniger Essen wirst, hat es einen positiven Einfluss auf deinen Insulinhaushalt im Körper. Der Insulinspiegel schwankt dann nicht so stark und die Heißhungerattacken werden weniger. Ändere folgendermaßen deine Essgewohnheiten.

Brötchen -> Vollkornbrötchen (am besten mit „Körner“)
Toastbrot -> Vollkornbrot
Kuchen -> Dinkel oder Vollkornkuchen
Nudel -> Vollkornnudeln

Wenn Du diese 4 Punkte umstellst, dann kannst du ohne zu Hungern deinem Körper viel Gutes tun.

3.) Der Esspuffer davor

Hier geht es darum ungesunde Sachen mit gesunden Sachen zu kombinieren.

Vor der Pizza / Hamburger / Nudeln ist du ab sofort einen kleinen Salat – was du nicht schaffst, ist du noch mal aufgewärmt … am besten wieder mit einem Salat davor 🙂

Süßes isst du direkt nach einer Mahlzeit und nicht mehr Einzeln (vor dem Fernseh oder nebenbei). Hierbei bist du schon satt und schaffst lange nicht mehr so viel Süßes. Jedoch du hast etwas Süßes gegessen und dein Körper kommt nicht in den Verzichtsmodus.

4.) Eiweiß am Morgen vertreibt die Hunger und Fettsorgen

2 Gekochte Eier mit einem halben Vollkornbrötchen halten extrem lange satt. Genau so macht dich was „quarkiges“ am Morgen satt wie zum Beispiel mein Frühstücksquarkempfehlung hier.

5.) Nur bei Hunger Essen

Das ist der schwierigste Punkt, jedoch auch der wichtigste Punkt. Iss nur etwas, wenn Du Hunger hast. Appetit haben wir, bei der uns gebotenen Nahrungsvielfalt immer … und wir könnten immer Irgendetwas essen, nicht wahr? Das ist aber falsch. In Moment wo dein Körper das Zeichen gibt, dass du Hunger hast (Magenknurren, das Gefühl sich über Essen zu freuen … egal was und wenn es nur eine Schnitte ist, …) lege los und iss was. Ansonsten lass es und versuche den naheliegenden Verführungen nicht zu verfallen … nur weil es grad gut schmecken könnte. Ich kann Dir sagen, dass es ein wenig „Lernzeit“ benötigt, jedoch ist die Trennung von Appetit und Hunger ein Elementarer Schlüssel zu deinem Abnehmerfolg.

Wenn du diese 5 Punkte umsetzt, wirst du recht erfolgreich abnehmen oder nicht mehr zunehmen – was normalerweise das erste Ziel sein sollte 🙂 Dann wird Deine Wunschfigur immer weniger Wunsch. Vergiss die ganzen komplexen Abnehmprogramme, die Du eh nicht auf Dauer durchhalten kannst … weil dein Leben komplett umgestellt wird dadurch. Nimm lieber erst mal die 5 Punkte und halte Sie dafür dauerhaft durch!

Natürlich sollte das ganze noch mit einer vernünftigen „Bewegungs -und Sportstrategie“ kombiniert sein. Hierfür schreibe ich in den nächsten Tagen auch einen passenden Beitrag für dich.

Viel Erfolg wünscht

Christian


Link: Abnehmen mit 20% Einsatz – Teil 2

Buchempfehlung:

Diese beiden Bücher haben zwar nicht Diäten oder Abnehmen im Titel, jedoch befassen sie sich mit dem richtigen Mindset und können motivieren das Thema mal anders und erfolgreich anzugehen. Meine klare „andere“ Empfehlung für Menschen, die wirklich abnehmen oder was erreichen wollen.

6 thoughts on “Abnehmen mit 20% Einsatz

  1. Soweit die Theorie… 🙂

    /me meint:

    zu Punkt 1: Prinzipiell richtig, es wird ja auch empfohlen am (und also über den) Tag zwischen 2 und 3 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen, vorzugsweise Mineralwasser. – Befolgt man den Rat dann allerdings in der Praxis buchstabengetreu, dann sind bei dieser Trinkmenge sehr häufige Toilettengänge unvermeidlich, was in bestimmten Berufen zum Problem werden kann. 🙂

    zu Punkt 2: ja
    (Roggenbrötchen sind dabei m.M. nach besonders zu empfehlen und in der Zusammensetzung 60/40 (Roggen-/Weizenanteil) sind sie nicht nur genießbar, sondern sogar halbwegs wohlschmeckend.

    Sie haben – neben der etwas geringeren Kalorienmenge – darüber hinaus den Vorteil, dass die Kohlenhydrate langsamer und gleichmäßiger ins Blut übergehen, als bei Weizenbrötchen, was z.B. bei Diabetes ein wichtiger Faktor ist.)

    Die „reine Lehre“ ist übrigens sogar nur noch Roggenschrot zu essen und einige sollen das auch schon versucht haben aber ich persönlich habe noch keine Überlebenden kennengelernt.

    zu Punkt 3: ja

    zu Punkt 4: 2 gekochte Eier sind schon fast die empfohlene Höchstmenge für die ganze Woche, welche man zu sich nehmen sollte (Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) lautet 2-3 Eier pro Woche.) falls einem sein Cholesterinspiegel nicht völlig egal ist.

    Das mit den 2 Eiern taugt also wirklich nur als Beispiel im Sinne des Wortes – und zwar für genau einen Tag der Woche. Die restlichen 6 Tage sollte man vielleicht doch besser versuchen sich mit dem von dir empfohlenen Quark irgendwie anzufreunden.

    zu Punkt 5: Ja, mit der Einschränkung das dies natürlich nur gilt, wenn man ansonsten gesund ist.

    Bei Diabetes funktioniert dieser Rat leider nicht. Da musst du nicht nach deinem Hungergefühl, sondern nach deinen Blutzuckerwerten essen – oder eben auch nicht.

    Alles in allem also sehr schön und auch hilfreich dein Artikel.

    Wer anfangen will sollte sich allerdings – eben für diesen Anfang – auch realistische (sprich: überschaubare) Ziele setzen.

    Ein teilweiser Umstieg von Weizen auf Roggenbrötchen und (wenigstens bei einigen Mahlzeiten) die gute alte FdH-Diät wirken schon Wunder, weil nämlich langfristig.

    Und eine halbe Flasche an Wasser/Tee mehr am Tag ist für die meisten auch drin, das zusammen bringt über die Wochen und Monate schon etliche Kilo runter.

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