Sei gegrüßt,

heute habe ich mal eine Geschichte mitgebracht, die ich vor einiger Zeit las. Sie regte mich zum Nachdenken an und  es gibt Momente in denen ich immer wieder an diese Geschichte denke.

Wie du bestimmt weißt, ist das Leben nicht immer rosarot und alles ist schick oder problemlos. So wie es gute Freundschaften gib Leben gibt, gibt es auch immer wieder Meinungsverschiedenheiten bzw. verschiedene Ansichten unter den Menschen. Und besonders bei diesen Meinungsverschiedenheiten kommt es dazu, dass Du wütend bist, dich angegriffen fühlst oder gar verletzt bist.

Das liegt oftmals daran, dass Du dir Dinge annimmst (persönlich nimmst) … die Du nicht annehmen musst. Und hier beginnt die kurze Geschichte:

Einmal lebte ein großer Krieger. Obwohl er schon etwas in die Jahre gekommen war, konnte er dennoch jeden Herausforderer besiegen. Dies war überall im Land bekannt, und viele Schüler hatten sich bei ihm eingefunden.
Eines Tages kam ein junger Schwertkämpfer von zweifelhaftem Ruf ins Dorf. Er war fest entschlossen, der erste zu sein, der den großen Meister bezwingen würde. Neben seiner Stärke besaß er die abschreckende Fähigkeit, jede Schwäche seines Gegners zu erkennen und auszunutzen. Er würde den ersten Schlag seines Gegners abwarten, und sobald dieser sich eine Blöße gab, ihm mit gnadenloser Kraft und blitzartiger Schnelligkeit einen Stoß versetzen. Bisher war noch keiner bei einem Duell mit ihm über den ersten Schlag hinausgekommen.
Ohne auf den Rat seiner besorgten Schüler zu hören, akzeptierte der alte Meister die Herausforderung zum Kampf. Als die beiden in Stellung gingen, begann der junge Krieger dem Meister wüste Beschimpfungen an den Kopf zu werfen. Er schmiss Dreck und spuckte ihm ins Gesicht. Stundenlang ereiferte er sich an den schlimmsten Flüchen und Beleidigungen, die damals der Menschheit bekannt waren. Doch der Meister stand einfach bewegungslos und ruhig da. Schließlich hatte sich der junge Krieger verausgabt. Er sah ein, dass er geschlagen war, und zog beschämt von dannen.
Etwas enttäuscht darüber, dass ihr Meister den überheblichen Herausforderer nicht zurechtgewiesen hatte, versammelten sich seine Schüler um ihn und baten um eine Erklärung. „Wie konntet Ihr solch eine Schmach über Euch ergehen lassen? Wie kam es, dass er ohne zu kämpfen von dannen zog?” „Wenn jemand kommt um dir ein Geschenk zu geben und du nimmst es nicht an”, antwortete der Meister, “wem gehört dann das Geschenk?”

gefunden auf: http://mymonk.de/

Wenn Du also beim nächsten Mal

  • beschimpft wirst
  • unsachliche Kritik gesagt bekommst
  • man sich über dich lustig macht
  • verbal angegriffen wirst
  • gemobbt wirst

dann denke kurz darüber nach, ob Du dieses „Geschenk“ annimmst oder ob Du es beim Geber lässt.

Ich habe zum Schluss auch noch ein Beispiel aus dem Alltag. In den letzten Jahren habe ich an verschiedenen Beispielen immer wieder bemerkt, dass sich Kollegen immer wieder über die gleichen Personen lustig machen oder Späße über immer wieder diese Personen. Vielleicht kennst Du das auch? Irgendwie gibt es überall diese Menschen. Doch diese Menschen gibt es nur, weil sie dieses Geschenk annehmen … sprich darauf reagieren. Manchmal geht es dann soweit, dass sie dieses „Späße über sie machen“ selbst nicht mehr lustig finden … es aber verpassen dieses Geschenk nicht anzunehmen. Solang sie immer wieder das Geschenk annehmen … werden sie es auch bekommen …

Oder schenkst du Jemanden einen Pralinenkasten (wieder) zum Geburtstag, wenn er beim letzten Geburtstag diese Pralinen nicht angenommen hat?

Deshalb merke: Du musst nicht immer alles an(dich)nehmen – du kannst Frust, Unmut, Angst, Stress, Wut, Sorge, Gehässigkeit, Missmut, Skepsis, Streitlust, Trägheit, Druck, Zweifel, … gern beim Empfänger lassen.

Ich wünsche einen schönen Sonntag

Christian

 

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