Mit einem Dispo bist du der Bank liebster Kunde. Jeder zehnte Deutsche nimmt monatlich den Dispokredit in Anspruch und verbrennt damit sein Geld. Einige sind schon lang in dieser Schuldenspirale gefangen, für andere ist es der Start in eine dauerhafte Schuldensituation. Gehörst du auch dazu oder kennst du Jemanden? Dann möchte ich dir mit diesem Beitrag einen Plan und einige Tipps geben, wie du wieder aus dem Dispo kommen kannst.

Zu Beginn solltest du wissen, was Dispo für dich bedeutet. Hierbei handelt es sich um mehr als nur ein Minus auf dem Kontoauszug. Einfach ausgedrückt heißt es, dass du mit deinem Geld nicht gut wirtschaften konntest. Ich weiß, das klingt hart. Es ist dennoch die Wahrheit, die du akzeptieren musst. Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen es durch ein sehr ungünstiges Lebensereignis zum Schuldenfall kam. Zu diesen Ereignissen gehören zum Beispiel schwere längere Krankheiten oder andere private Katastrophen. In den meisten Fällen ist der hohe Dispo ein Zeichen, dass du es nicht schaffst weniger auszugeben, als zu verdienen. Stelle dir immer die Frage, wie es die Menschen schaffen die ähnliche Voraussetzungen haben wie du (Lohn, Familienstand, Wohnort, …). Sie schaffen es, dann schaffst du es auch. Aber wie?

Beginne mit dem Sechsmonatscheck. Nehme deine Kontoauszüge oder logge dich im Onlinebanking ein. Suche anschließend immer den ersten jedes Monats heraus und notiere dir deinen Kontostand der Letzen 6 Monate. Nachdem du alle 6 Zahlen hast, schaue wie sich der Kontostand entwickelt.

Hier gibt es nur 2 Möglichkeiten

a.) Kontostand bleibt gleich oder das Minus wird kleiner

Dann bist du auf einen guten Weg. Es schadet nicht die weiteren Schritte durchzugehen. Sie helfen dir noch schneller aus dem Überziehungskredit zu kommen.

b.) Kontostand wird kleiner und das Minus somit größer

Du rennst in dein Unglück, wenn das so weiter geht. Es besteht dringender Handlungsbedarf

Dein Ziel ist es so schnell wie möglich aus dem Minus zu kommen. Jeder Tag früher bedeutet weniger Dispozinsen.

Such dir im Internet einen Disporechner und mache dir erst mal bewusst, welche Gebühren anfallen. http://www.zinsen-berechnen.de/dispo-rechner.php ist ein einfacher und schneller Disporechner.

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Jetzt wirst du dir bewusst wie viel Geld du der Bank „schenkst“, und du erkennst warum dich die Bank so gern hat. In dem Beispiel hier kommen in drei Monaten über 40 Euro zusammen. Das klingt nicht viel, bedeutet jedoch wenn du gut zu Null (Einnahmen=Ausgaben) haushaltest, dein Dispo aller 3 Monate um diese 40 Euro größer wird. Möchtest du das?

So schnell wie nur möglich musst du raus aus den Schulden. Nutzlose Sachen zu verkaufen oder zu versteigern, kann die erste Maßnahme sein. Nimm dir mal die Zeit und gehe durch deine Wohnung und deinen Besitz. Nimm alle Dinge, die du nicht mehr brauchst und tue sie auf einen Haufen. Egal ob Kleidung, Technik oder Bücher. Auch Schmuck, den du lange nicht getragen hast. Bei Familien mit Kinder gibt es so viele Kindersachen (Kleidung, Laufgitter, Kinderwagen) die schon lange rumstehen und nicht genutzt werden. Nehme dir den nächsten freien Tag und stelle alles in Ebay oder Ebay Kleinanzeigen ein. Du wirst überrascht sein wie viel Geld in deinen nicht benötigten Sachen steckt. Die Käufer deiner Sachen freuen sich dazu gespart zu haben. Auf jeden Fall hast du eine Möglichkeit genutzt deinen Kredit zu reduzieren. Gleichzeitig räumst du dabei deine Wohnung auf.

Ein Flohmarkt kann eine gute Alternative zum mühevollen Versteigern sein. Alles ins Auto, ab auf den Flohmarkt und verkaufen. Ich habe das im letzten Jahr gemacht und es kamen an einem Tag knapp 250 Euro zusammen. Nur aus Dingen, die rumlagen und nicht mehr gebraucht wurden.

Ankaufportale helfen dir auch, deine Sachen loszuwerden Besonders bei Büchern, CDs, DVD und Technik gibt’s hier schnelles Geld. Nicht sehr viel, bevor es jedoch rum liegt, mache es zu bare Münze. Ein bekannter Anbieter ist ReBuy.

Welche Methode du wählst ist dir überlassen. Mache deine ungenutzten Sachen zu Geld. Geld welches unbedingt deinen Dispo kleiner machen muss.



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Deine Ausgaben sind als nächstes an der Reihe. Verschaffe dir einen Überblick indem du ein Haushaltsbuch führst. Oder schraube wenigstens deine Ausgaben soweit es nur geht nach unten.

Verzichte auf:

– Essen und Feiern gehen
– Kino und Theater
– Markenprodukte im Supermarkt
– Kleidung kaufen -> du hast genügend
– Unnütze kurze Fahrten mit dem Auto (Alternative Fahrrad)

Das stellt einen spürbaren Verzicht dar, und ich kann verstehen wenn du jetzt sagst, dass du diese Sachen nicht missen möchtest. Du kannst es zu jetzigen Zeitpunkt noch selbst entscheiden, worauf du verzichtest. Bist du später tiefer in der Schuldenspirale gefangen, dann entscheiden das andere für dich. Und das ist weitaus unangenehmer. Sage zu dir:“Es ist nicht für immer.“. Dein Ziel ist es raus aus den Schulden zu kommen. Bis dahin heißt es sich zusammenzureißen.

Weiter geht’s mit dem Versicherung und Rentencheck. Überprüfe ob du monatliche Beiträge zahlst, die nicht sei müssen. Lebensversicherung oder die Riesterrente sind zwei gute Beispiele. Oftmals kannst du sie still legen. Das bedeutet (erst einmal) keine Beiträge zahlen und das dadurch gesparte Geld für die Reduzierung deines Dispos nutzen. Überprüfe auch deinen Handyvertrag. Brauchst du das monatliche gebuchte Datenvolumen oder reicht ein preiswerterer Tarif. Nutze gute VergleichsPortale um Stromkosten, KFZ Versicherungen und Co zu vergleichen und zu wechseln.

Kurz. Spare wo du nur kannst. Im Normalfall reichen die Tipps schon um innerhalb kurzer Zeit einen größeren Teil deiner Schulden abzubauen.

Hast du keinen Dispo bei deiner Bank, dann kannst du auch nicht ins Minus rutschen. Klingt logisch? Nicht wahr. Gehe zur Bank und kürze dein Dispo, bevor sie es selber macht. Für viele Menschen ist es das erste böse Erwachen, wenn die Bank deinen Disporahmen kürzt. Beauftrage deine Bank in kleinen Schritten (z.B. 50 Euro pro Monat) deinen Kreditrahmen zu verringern. So motivierst du dich auch selbst jeden Monat ein wenig vom Dispo abzubauen.

Gestaltet sich deine Situation sehr schwierig, dann ziehe eine Kreditablösung in Betracht. Wenn es trotz Sparen so aussieht, als würdest du noch viele Monate bzw. Jahre benötigen aus der Spirale zu kommen, dann suche dir einen Kredit mit besseren Konditionen, der deinen Dispo ablöst. Hierbei kann dir dein Bankberater helfen. Scheue nicht zur Bank zu gehen und nach Hilfe zu fragen. Alternativ kannst du dich auch selbst um den Kredit kümmern.

Derzeitig gibt es sehr viele Kreditplattformen im Internet. Ich kann dir an der Stelle https://www.lendico.de empfehlen. Du kommst einfach und schnell an einen Kredit. Du musst im Normalfall weniger Zinsen zahlen, als bei deinem Dispo und sparst dabei unnötige Strafzinsen. Und vor allen ist es Schufa-neutral und hat daher keine negativen Auswirkungen auf deine zukünftige Bonität.

Angenommen du bist sehr stark im Dispo mit 3500€. Nimmst du darüber 5000 Euro Kredit auf, dann bezahlst du nur ab 3,01% Zinsen und monatlich 90 Euro. Das ist überschaubar und du bist endlich raus aus dem Dispo. Hier kannst du den Check machen und die Konditionen vergleichen:

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Es gibt natürlich weitere Möglichkeiten einer Umschuldung. Nimm dir bitte die Zeit, informiere dich gut und vergleiche. Ein guter Anlaufpunkt ist auch ein allgemeiner Kredit vergleich. Hier empfehle ich den Smava Vergleich. Da bekommst du derzeitig 1500 Euro für unter 1% Zinsen (Stand 31.03).

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Eine effiziente Möglichkeit schnell wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, ist ein zusätzlicher Nebenverdienst. Schaue zum Beispiel mal bei Ebay Kleinanzeigen und suche in deiner Region nach „Nebenjob“. Auch unter http://www.backinjob.de/ kannst du unter dem Suchbegriff Aushilfe einiges finden. Von der Reinigungshilfe, Prospektverteiler oder Hilfe auf Weihnachts –und Wochenmärkten ist alles vertreten. Natürlich machen dich diese Arbeiten nicht reich, sie helfen dir beim Dispoabbau.

Es gibt auch die Möglichkeit durch Ausfüllen von Umfragen sich ein paar Euros nebenbei zu verdienen. Mit geringem täglichem Zeiteinsatz kannst du im Monat zwischen 50 bis 200 Euro verdienen. Für die Teilnahme an einer Umfrage bekommst du einen kleinen Betrag und wenn du den Mindestbetrag angespart hast, meist zwischen 10 und 25 Euro, wird dir das Geld ausgezahlt. Am besten meldest du dich bei mehreren Umfrageplattformen an. So bekommst du auch regelmäßiger die Möglichkeit daran teilzunehmen, was mehr Einnahmen bedeutet. Plattformen dafür sind zum Beispiel:

MySurvey (sehr große Plattform mit Bargeld oder Prämien) – klicke hier
Entscheider-Club (seit über 3 Jahren aktiv) – klicke hier
Valued Opinions (bis zu 5 Euro pro Umfrage) – Klicke hier
Die Finanzumfrage (bis 500 Euro gewinnen) – klicke hier

Linktipp: Entscheiderclub - Mein Erfahrungsbericht zum Geld verdienen

Vielleicht konnte ich dir ein paar Denkanstöße geben für den Weg aus dem Dispo. Hast du noch Tipps, dann schreibe sie einfach in den Kommentar. Dies sind auch nur einige Möglichkeiten. Du wirst noch weitere finden, wenn du dich aktiv mit deiner Dispothematik auseinandersetz. Auch gute Literatur kann dir weiterhelfen. Meine Empfehlung ist folgendes Buch:

Schuldenfrei: Ein Selbstlernbuch auf dem Weg zu neuem Reichtum

Ich fass noch mal für dich zusammen:

– Checke die Kontoauszüge der letzten Monate um dir ein Bild von deiner Dispoentwicklung zumachen
– mache nicht mehr benötigte Dinge zu Geld
– Spare und verzichte wo es nur geht
– setze deine nicht notwendigen Versicherung aus
– überprüfe deine laufenden Kosten
– verdiene etwas nebenbei

Selbst 50 Euro monatlich zu sparen oder mehr zu verdienen, bedeutet nach einem Jahr schon 600€ weniger Dispo und somit weniger Strafzinsen. Generell kann ich dir empfehlen sich gut zu informieren oder beraten zu lassen. Der erste Schritt hier kann auch sein einfach mal bei Goolge „Schuldnerberatung und einen Wohnort“ einzugeben.

Viel Erfolg wünscht

Christian


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3 thoughts on “Dispokredit und Schulden – Meine Tipps um wieder ins Plus zu kommen

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