depot update 2017

*Planlos, ohne Strategie, hoffnungslos oder doch einige clevere Schachzüge auf dem Spielfeld des passiven Investieren zur finanziellen Freiheit? Aus meiner Sicht macht alles Sinn, doch außenstehende Beobachter denken bestimmt ich habe nach der Einnahme von ein paar bunten Pillen genauso farbenfroh investiert. Die letzten Monate waren alles andere als Einheitsbrei. Obwohl die Aktienkurse weltweit solche Höhen erklimmen, dass die Luft dünn wird, konnte ich von Januar bis Juni immerhin zirka 7.500 Euro investieren und zusätzliche 6.000 Euro mussten sich auf ein Optionen-Konto parken lassen. Ich möchte dir in diesem heutigen Depot-Update Juni 2017 beschreiben was genau geschah und was meine Strategien dahinter sind.

Zu Beginn der gewohnte Hinweis, dass dieser Beitrag als Inspiration und Information gedacht ist. Solltest du aufgrund des Artikels oder der genannten Titel selbst investieren, dann geschieht dies natürlich auf eigenes Risiko. Je nach genannter Investitionsform sind im ungünstigsten Fall Verluste bzw. ein Totalverlust möglich. Natürlich kannst du mögliche Gewinne auch selbst behalten. Viel Spaß beim Lesen.

Die Sparpläne

Ohne es zu merken laufen seit über 2 Jahren meine Sparpläne. Zu Beginn des Monats wird das dafür benötigte Geld direkt vom Gehaltskonto abgebucht und automatisch investiert. Ein wenig mehr als 600 Euro verschwinden ungesehen in  Sparplänen direkt nach Lohneingang. Ich bin aktuell ganz froh über diese Investitionsmöglichkeit, da sich die Aktienwerte in Bereichen befinden, in denen mir größere Investitionen in einzelne Titel schwer fallen. Bevor ich gar nicht investiere nutze ich die Chance monatlich jeweils 25 Euro in Einzeltitel zu stecken. Dieses automatische Investieren teilt sich in zwei Grundkategorien auf. Das sind der ETF-Sparplan bei der Comdirekt und ein Aktien-Sparplan bei der Consorsbank. Zusammengefasst bespare ich jeden Monat 10 ETF-Werte, sowie 8 Aktien.

ETF-Werte

  • A0F5UH – IS.S.GL.SE.D.100 U.ETF A. (25,00€)
  • 593398 – ISH.S.EUR.LARGE 200 U.ETF (50,00€)
  • A0HGV0 – ISHS-MSCI WORLD DL D (43,00€)
  • A0D8QZ – ISH.S.EUR.SMALL 200 U.ETF (49,00€)
  • A0H074 – IS.DJ AS.PAC.S.D.30 U.ETF (30,00€)
  • A0HGWC – IS MSCI EM U.ETF USD D (46,00€)
  • A0D8Q4 – IS.DJ U.S.SELEC.DIV.U.ETF (47,00€)
  • 263527 – ISHARES DIVDAX UCITS ETF (75,00€)
  • A0HGV9 –  IS MSCI AC FEXJ.U.ETF DLD (25,00€)
  • A0LEW8 – ISHSII-DEV.MKT.PR.Y.DLDIS (43,00€)

Insgesamt werden monatlich beachtliche 433 Euro in ETFs angelegt.

Aktien-Sparplan

  • COCA-COLA CO. DL-,25 – 850663
  • MCDONALDS CORP. DL-,01 – 856958
  • VERIZON COMM. INC. DL-,10 – 868402
  • BRIT.AMER.TOBACCO LS-,25 –  916018
  • GLAXOSMITHKLINE LS-,25 – 940561
  • AT + T INC. DL 1 – A0HL9Z
  • PHILIP MORRIS INTL INC. –  A0NDBJ
  • ASTRAZENECA PLC DL-,25 – 886455

Jeweils 25 Euro fließen hier in die Einzelnen Werte. Hierbei sind alle acht Titel so gewählt, dass regelmäßige und Hohe Dividenden anfallen. Zusammenfassend fallen 633 Euro meiner regelmäßigen Investitionsmanie zum Opfer. Im Gegenzug kann ich mich über immer mehr passive Rückflüsse freuen. Ich rechne dieses Jahr mit 700 – 900 Euro, allein aus diesen Sparplänen. Bedeutet einen Monat weniger arbeiten (schmunzel).




Das Aussterben der Thesaurierer

Als ich vor knapp zwei Jahren mit ETF-Sparen begann, war das vergleichbar mit einer Shopping Queen beim Schuhe kaufen. Ich nahm alles mit, was mir gut erschien, ohne tiefer darüber nachzudenken. Erst nach ein paar Monaten bemerkte ich, dass es einen gewichtigen Unterschied zwischen den ETFs gab. So gibt es die thesaurierenden Werte (Rendite werden direkt reinvestiert) und die ausschüttenden Titel (Gewinne werden auf ein Konto verbucht). Ich stellte fest, dass die ausschüttenden ETFs mich deutlich mehr motivieren auf den Weg zum passiven Einkommen. Schon die ersten kleinen Renditen zündeten den Investitions-Turbo. Ich sah, dass es wirklich funktionierte (lach). Etwas später lernte ich, dass das Steuerthema bei den thesaurierenden ETFs doch recht kompliziert werden kann. So stand mein Entschluss fest nicht weiter in die thesaurierenden Titel monatlich zu investieren. Das Resultat und somit mein Lehrgeld waren drei ETFs in meinem Depot, welche auch noch im Minus standen.

  • ComStage-Nikkei 225 UCITS ETF – ETF020
  • db x-tr.DB Comm.Booster Bbg. – DBX0CZ
  • Lyxor MSCI Emerging Mkts U.ETF – LYX0BX

Meine Strategie war es diese so lange zu behalten, bis ich im Plus bin. Im Frühjahr war es dann soweit und alle meine Thesauerier waren im Plus und konnten verkauft werden. Dies tat ich mit einigen wenigen Euro Gewinn, mein Depot nun um drei Werte bereinigter. Ein wenig Minimalismus im Portfolio kann nie schaden. Solltest du darüber nachdenken in ETFs zu investieren, dann empfehle ich dir vorher für dich festzulegen ob du ausschüttende oder thesaurierende Werte besitzen möchtest. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, wobei für einen realen passiven Geldfluss für mich nur die Ausschütter in Frage kommen. Mache nicht den Fehler wie ich und stelle später fest, dass du ein paar Wertpapier-Leichen im Depot liegen hast. Schau dir folgende Bücher an, um noch mehr zu diesem Thema zu erfahren.

Einstieg ins Crowdinvesting

Jeder freie Euro gehört investiert. So stellte sich die Frage was ich mit dem Erlös der verkauften ETFs machen konnte. In Aktien investieren? Nein, dafür läuft schon der Aktien-Sparplan? P2P Kredite? Auch nicht? An einem Wochenende sinnlos verfeiern? Wohl kaum. Wie gerufen ergab es sich, dass ich auf das Crowdinvesting in Immobilien aufmerksam geworden bin. Investieren in große Projekte mit einem festen Zinssatz zwischen fünf und sechs Prozent, bei einer überschaubaren Laufzeit von zwei bis drei Jahren. Das klang gut und ich warf einen genaueren Blick in das Thema. Bei Exporo wurde ich findig und die Plattform gefiel mir von Anfang an, da sie einen sehr professionellen Eindruck macht und zu den großen Playern gehört. Nachdem ich kritisch Anleger-Erfahrungen gelesen hatte, beschloss ich einzusteigen. Natürlich gehört auch diese Form des Investierens zu den risikoreichen Möglichkeiten, doch auch wenn im schlimmsten Fall ein Totalverlust möglich ist, investierte ich das Geld der verkauften ETFs. Für 600 Euro kaufte ich mich in das Projekt Weserstrasse in Berlin ein und kann mich nun über 5,5 Prozent Rendite im Jahr freuen. Solltest du mehr Informationen zu diesem Thema suchen, dann schau dir folgende Erfahrungsberichte in diesem Blog an:

Aktuelle Exporo-Projekte

Ich werde zusätzlich weiterhin in der zweiten Jahreshälfte noch ein zweites Immobilienprojekt unterstützen.

exporo investieren

6K für Optionen

Richtig spannendes und auch sehr geldintensives Thema sind Optionen. Für mich der nächste Level des Investierens, da mit keinen wesentlich höheren Risiko wie bei Aktien deutlich mehr Rendite gemacht werden können. Ein bis zwei Prozent sind drin, monatliche Rendite. In der Theorie kannst du somit aller vier Jahre dein Options-Depot verdoppeln. Das Prinzip ist einfach erklärt. Du verkaufst eine Option, die dem Käufer die Möglichkeit gibt an einen bestimmten Stichtag ein Wertpapier (oder ein anderes handelbares Derivat) zu einem bestimmten Preis von dir zu erwerben. Somit spekulierst du auf einen Trend (steigt, bleibt oder fällt ein Wert). So kannst du zum Beispiel Jemanden die Option verkaufen dir Facebook-Aktien am Monatsende zu einem bestimmten Kurs an dich zu verkaufen. Du bekommst für diese verkaufte Option Geld. Wird diese nicht genutzt, dann verdienst du dieses Geld nur aufgrund der Tatsache, dass du Jemanden eine Möglichkeit für dieses Wertpapiergeschäft offen gehalten hast. Ist das nicht genial? Wird sie genutzt, dann bekommst du die Facebook-Aktion zum (deinen) vorher bestimmten Preis, du musst sie also kaufen. Zusätzlich bekommst du das Geld für diese Option, hast somit Facebook billiger eingekauft (Kaufpreis minus Optionsgewinn). Natürlich ist das gesamte Thema um ein vielfaches komplexer, doch von der mathematischen Seite hast du mehr Chancen Geld zu verdienen. Ein Einstieg lohnt erst ab einer Depotgröße von 5000 Euro und höher. Optionen werden immer auf 100 Stück gehandelt und somit brauchst du ein entsprechend großes Depot.

Ich habe die letzten Monate genutzt um 6000 Euro zusammenzukratzen um dann im Juli mich an dem Thema zu probieren. Zum Glück habe ich einen sehr guten Kollegen von der Arbeit, welcher zirka ein Jahr schon sehr erfolgreich Optionen handelt, und mich beim Einstieg unterstützt. Ich kann nur empfehlen auch mal seinen neuen Blog zu besuchen unter www.mission-cashflow.de . Weiterhin schaue dir unbedingt folgende Büche an:

oder klicke dich auf den Kanal von Jens Raabe.

Die 18K Strategie

Treue Leser dieses Blogs sind bestimmt schon über den Artikel „Finanzielle Freiheit: Sicher durch den Crash? – Das 18K Experiment“ gestolpert. Nachdem ich diese Strategie in der Theorie für mich „entwickelt“ und beschrieben habe, ging es am 17.03.2017 zur Sache. Ich habe die ersten 2000 Euro investiert und warte nun ab, verharre der Dinge. Die Strategie bzw. das Experiment besteht darin einen (gut ausschüttenden) ETF zu kaufen. Diesen ersten Schritt kann ich somit abhaken, da in den A0F5UH investiert wurde. Nun können einzig folgende drei Szenarien eintreten.

Der Kurs steigt

Vermögenssteigerung durch Zuschauen. Sollte der Kurs mittel und langfristig steigen, dann habe ich alles richtig gemacht und vermehre die 2000 Euro durch Kursgewinne. Zusätzlich fließen regelmäßige Ausschüttungen direkt auf mein Verrechnungskonto. Super

Der Kurs geht seitwärts

Sollte nicht viel passieren und der Kurs seitwärts drängen, dann heißt es die regelmäßigen Ausschüttungen mitzunehmen. Immerhin 5 Prozent gibt es aktuell und somit zirka 100 Euro pro Jahr passives Einkommen. Im Sollte sich der Kurs 10 Jahre kaum bewegen, sind immer 1000 Euro Ausschüttungen zu verbuchen.

Der Kurs fällt stark

Hier gebe ich bei jeden Kursverlust von 10 Prozent eine weitere Order in der Höhe von 2000 Euro auf. So verbillige ich den Einkaufspreis und erhöhe zusätzlich meine passiven Einkünfte durch Ausschüttungen. Je mehr der Kurs fällt, desto mehr Anteile halte ich, investiere somit antizyklisch. Falls du die genaue Beschreibung und Beispielberechnugen zu diesem verrückten Experiment haben möchtest, klicke hier und du gelangst zum Beitrag.

Fazit

Ein ungewöhnliches erstes Halbjahr 2017 neigt sich dem Ende zu, aus Investitions-Sicht. Neue Aktien haben sich nicht in mein Depot eingefunden. Dafür brodelte ein interessanter Mix aus:

  • Sparplänen
  • Verkauf von thesaurierenden ETFs
  • Crowdinvesting
  • der 18K ETF-Strategie
  • Vorbereitung für den Einstieg in Optionen

Langeweile und Kreativlosigkeit kann mir bestimmt nicht vorgeworfen werden, oder? Ich bin sehr gespannt wie sich alles weiter entwickelt und möchte dich gern an meinen Erfolgen und Misserfolgen teilhaben lassen. Besuche den Blog für regelmäßige Updates, oder trage dich in meinen Newsletter ein.


Hast du auch ungewöhnlich investiert dieses Jahr? Dann lass es mich und die Leser im Kommentar wissen. Ich freue mich auf Inspirationen.

Viel Erfolg wünscht

Christian

4 thoughts on “Finanzielle Freiheit: Depot-Update Juni – Investor auf Abwegen?

  1. Hallo Christian,

    ich möchte mich für die vielen Artikel bedanken. Nicht zuletzt aufgrund dieses Blogs habe ich mittlerweile meinen ersten Wertpapiersparplan eingerichtet. Mal schauen was draus wird…

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