Wenn Du dabei deine nicht mehr benötigten Besitztümer und Trödel loswerden zu wollen, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Ebay, Kleinanzeigen, Shpock und Co, Wegwerfen und Verschenken … und den Flohmarkt.

Auf so einem Flohmarkt haben wir dieses Wochenende das erste Mal versucht einige Dinge loszuwerden. Wir waren zu Dritt und für uns alle war es Premiere. Es war spannend, interessant und auch erfolgreich. Doch haben wir auch sehr viel gelernt, und ein paar wichtige Tipps für dich zusammengestellt. Los geht’s:

1.) Vorbereitung ist alles

Besonders beim ersten Mal solltest Du wissen worauf Du dich einlässt. Mit Vorbereitung meine ich hier nicht, dass Du deine Sachen aussuchen solltest bzw. ordentlich verpacken solltest. Nein – mache dir unbedingt einen Plan davon was deine Sachen wert sind. Ebay und Co sind ein erster Anhaltspunkt, jedoch spiegeln Sie nicht immer die richtigen Marktpreise wieder. Wenn es dir irgendwie möglich ist, dann gehe selbst einmal über den Flohmarkt und vergleiche / erfrage die Preise von den Sachen welche Du später verkaufen möchtest. Beim nächsten Markt machst Du dann mit und hast ein besseres Preisgefühl.

In dem Moment, wo Du auf die Preisanfrage nicht sicher bist … und anfängst mit: „Was ist es Ihnen denn wert?“ … hast Du schon verloren. Besonders Einzelstücke, oder von Dingen wo Du denkst dass sie wertvoll sind, solltest Du einen guten realistischen Preis im Kopf oder auf einem Zettel haben.

2.) Weniger ist oft mehr

Wir haben festgestellt, dass ein überladender Stand dem Auge keine Ruhe lässt und die vorbei laufenden Menschen sich keine Perle rauspicken können. Wenn also dein Stand voll ist und aus allen Ecken quellt, dann macht das eher einen müllhaften Eindruck. Hast Du hingegen weniger Dinge im Angebot, dann fokussieren diese sich besser heraus. Vor allem macht ein ordentlicher einfacher Stand mehr den Eindruck, dass der Verkäufer auch gut vorausgewählt hat. Wenn was verkauft wird, dann kannst Du immer wieder was nachschieben.

Wichtig hier ist jedoch, dass Du von allem was Du verkaufst was präsentierst. Hast Du also Geschirr, Schallplatten und Kristallgläser zu verkaufen, dann sollte auf jeden Fall von jedem was sichtbar sein. Greift ein Besucher zu einer Schallplatte, dann kannst Du ihm sagen, dass du noch mehr hast und kommst automatisch ins Gespräch.

3.) Der Frühe Vogel

Ich denke das erklärt sich von selbst. Je früher Du da bist, desto besser dein Standplatz und desto besser deine Verkaufschancen. Auf dem Flohmarkt gilt umso mehr: “Der frühe Vogel fängt den Wurm.“. Wirklich interessierte Besucher (und auch die Händler selbst) drehen gleich früh Ihre Runden. Je später es wird, desto mehr schlendern die Leute vorbei.

4.) So tun als packt man grad was aus / ein

Tue ständig so als packst Du etwas aus. Oder lege ein Stück von der Kiste auf deine Tische. Du kannst es nach ein paar Minuten wieder zurück packen und dann wieder auf den Tisch. Achte darauf, dass es so aussieht als würdest Du es bedacht und mit Vorsicht machen. Die vorbeilaufenden Menschen sehen genau was grad ausgelegt wird und finden daran ein überdurchschnittliches Interesse. So nach dem Motto: “Grad jetzt wo ich vorbei laufe, wird was ausgepackt. Da schaue ich mal genauer hin bzw. bleibe stehen. Das haben die Anderen noch nicht gesehen“

Und ist der Blick erst mal auf einen Gegenstand gerichtet bzw. kommt der Besucher an den Stand, dann hast Du viel bessere Verkaufschancen.

5.) Freundlichkeit

Viele Standbetreiber markten regelmäßig und man sieht es ihnen auch an. Also sie sitzen auf Ihrem Campingstuhl, verziehen keine Miene und reagieren erst wenn ein Besucher deutlich interessiert ist. Da Du wahrscheinlich nicht regelmäßig verkaufst, solltest Du dem Verkaufstag freundlich und positiv sein – aber auch authentisch. Jeder der sich deinem Stand nähert, kannst Du mit einem freundlichen: „Guten Morgen.“ begrüßen. Das macht sehr viel aus.




6.) Wechselgeld und Tüten

Nimm ein wenig Einpackpapier, Tüten und Wechselgeld mit. Durch das Handeln landest Du oft mal auf unrunde Preise – meist in 50 Cent Schritten. 2€, 1€ und 50 Cent – Stücke solltest Du auf jeden Fall eine Menge dabei haben um schnell wechseln zu können. Perfekt ist es natürlich, wenn du dir eine Geldzähl -und Transportkassette besorgst.

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Viele Schlenderer freuen sich, wenn sie das gekaufte Stück in einer Tüte wegtragen können. Wenn Du dann noch anstatt Plastiktüten eher Papiertüten verwendest, dann tust Du nicht nur der Umwelt was Gutes, sondern hebst dich damit von den Konkurrenten ab.

7.) Spaß dabei haben

Gehe am besten ohne Ziel in den Markttag und freue dich auf einen „anderen und besonderen“ Tag. Nimm am besten noch ein paar Freunde mit, mit denen es dir auch Spaß macht zu verkaufen und mit denen Du es auch einen ganzen Tag auf engen Raum aushalten kannst. Kannst Du zu der Freundlichkeit und etwas Spaß vermitteln, kommen die Menschen auch gern an deinen Stand.

8.) Präsentation

Ich habe gelernt, dass einfach alles auf die Tische schmeißen … nicht verkaufsfördernd ist. Wenn Du selber nicht so ein Präsentationsauge hast, dann nimm auf jeden Fall Jemanden mit, der ein wenig Gespür davor hat.

Nachdem Du deinen Stand aufgebaut hast, tue einfach mal so als wärst Du ein Besucher und laufe mal an deinem Stand vorbei. Kannst Du gut erkennen, was es alles zu kaufen gibt? Sind auch 2-3 exklusive „Lockstücke“ erkennbar? Wirkt der Stand aufgeräumt und positiv?

9.) Der Morgenkrieg

Wenn Du als privater Verkäufer das erste Mal auf den Markt kommst, dann mache dich darauf gefasst, dass die richtigen Händler dich einkreisen und dir schon die Kisten durchwühlen, bevor du sie auspacken kannst. Ich habe im Vorfeld schon gehört, dass es so sein soll … jedoch waren wir zu Dritt und irgendwie von der Situation überfordert.

Nehme am besten immer eine Kiste aus dem Auto raus und packe diese aus. Versuche zu vermeiden, dass mehrere Kisten ausgepackt herausgenommen werden. Die Händler fangen nämlich sofort an zu wühlen und behindern den Aufbauvorgang.

Natürlich ist es auch gleich zu Beginn eine gute Möglichkeit was zu verkaufen. Bitte rechne aber auch damit, dass Du deine früh verkauften Stücke am Tag an anderen Ständen wieder findest. Solange wie Du den Punkt beachtet hast … kein Problem

10.) Minimalisten verschenken

Falls Du Stücke hast, die Du nicht mehr mit zurück nehmen möchtest und die nicht viel wert sind, dann überlege ob Du diese Sachen in der 2. Tageshälfte verschenkst.

Mache eine „zu verschenken“ – Kiste und packe alles rein, was Du gar nicht mehr brauchst. Natürlich verdienst Du damit kein Geld, jedoch bekommst Du Platz in deinem Haus oder deiner Wohnung. Du sparst Zeit, weil Du diese Gegenstände nicht mich in die Hand nehmen musst bzw. nach Jahren dann doch entsorgen wirst. Und oftmals sind dieser Platz und die Zeit mehr wert. Das musst Du jedoch selbst für dich entscheiden. 2 Kisten weniger zurück nehmen gegen 10 – 15 Euro (möglichen) Gewinn?!? Verlieren tust Du auf keinem Fall etwas – da die Sachen dann noch Jahre bei Dir rumgestanden hätten und dann doch in den Müll landen würden.

Ich hoffe dir konnten unsere Erfahrungen weiter helfen und ich wünsche dir viel Erfolg beim Verkaufen.


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4 thoughts on “Flohmarkt für Anfänger: Meine 10 Tipps zum erfolgreichen Verkauf

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