Mit einer Verbindung an deinen Kopf, direkt zum Gehirn, werden dir Informationen und vor allem Emotionen einprogrammiert. Du siehst nicht die Welt wie sie ist, dennoch schön. Du kennst ja auch keine andere. Was nach dem Film „Matrix“ klingt, ist dennoch allgegenwärtig. Neo nimmt die rote Pille, um die Welt zu begreifen wie sie wirklich ist. Liest du diesen Beitrag weiter, dann bekommst du eine kleine rote Pille von mir. Ich werde mich in diesen und den folgenden Teilen um Themen kümmern, bei denen sich der Mensch mit hilfe falscher Denkstränge das Leben schwer macht. Heute:

Positive Emotionen bei Produkten

Viele Jahrhunderte, bis in die heutige Zeit, wurde geforscht wie unsere Gedanken beeinflusst werden können. Am besten so, dass man es nicht merkt. Man möchte die Menschen willenslos(er) machen um sie zu missbrauchen. Wie Maschinen, welche auf ein Signal oder einen Reiz eine bestimmte Handlung hypnotisiert vollziehen. Stell dir mal vor, du erfindest das „Signal“ welches Menschen für dich steuert. Was du alles machen könntest. Sie dazu bringen deine Produkte zu kaufen und dabei steinreich werden. Sie würden dir folgen, hinter dir stehen und dich verteidigen. Bald bist du der Herrscher der Welt. Klingt wie in einem schlechten Film oder gar der Matrix? Nein.

Es ist real und die Wenigsten merken ist (schon).

Nachdem für die ´Meisten die wichtigsten Stufen der Bedürfnispyramide (Grundbedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse) schon beschritten wurden, bleiben noch 2 über

  • Ich-Bedürfnisse (Anerkennung, Geltung)
  • Selbstverwirklichung

Ich nenne sie LEBENSGEFÜHLE. An genau in diesem Punkt werden Menschen manipuliert. Das klingt hart, dennoch verkauft man uns immer mehr Lebensgefühle, wo es keine gibt. Diese Emotionen sollen weltregierendes Geld bringen und werden clever an Produkte geknüpft. Coca Cola hat das mit diesem Werbespot sehr gut auf den Punkt gebracht. Zu dem Getränk werden Leidenschaft, Herzklopfen und Verrückt sein verkauft. Alles tolle Lebensgefühle, die nichts, aber wirklich nichts mit dem Zuckerwasser zu tun haben. Die Personen im Spot, hätten mit einem Saft genau so viel Leben genossen.

Der Trick hierbei ist, dass wenn diese Werbung (unterbewusst) konsumiert wird, dein Gehirn Coca Cola mit etwas Besonderem assoziiert, was angenehme Lebensgefühle erzeugt. Oft wirkt sie wie ein Mantra. Selbst wenn du dich nicht bewusst an die Werbung erinnerst, dann weißt du immer, dass dieses Produkt „besser“ ist bzw. bist du bereit dafür mehr zu zahlen. Ein Produkt wird mit deinen Gefühlen verbunden. Nach Ansehen dieses Spots bringen viele Menschen Coca Cola mit einem Lebensgefühl voller Leidenschaft und Herzklopfen in Verbindung.

Ein weiteres Beispiel zeigt, dass das Einschlagen eines Nagels ein massenumjubeltes Event sein kann. Der finale Slogan „Keiner spürt es so wie du“ verbindet dein Gefühl mit den vorher gesehenen Spot. Die Bewunderung, die jeder Heimwerker gern möchte, wird genial in diesem Film ausgedrückt. Derweil ist das beworbene Produkt, der Baumarkt, komplett austauschbar in dieser Werbung.

Und der abgebissene Apfel wirbt auf seiner Seite mit der exzellenten Videoqualität. Schaust du dir die Clips an, dann konzentrierst du dich mehr auf die Inhalte. Über den Wolken schweben, mit einer Frau am Strand sein oder der erfrischende Sprung ins Wasser, alles Lebensgefühle.

Diese 3 einfachen offensichtlichen Beispiele zeigen dir, wie die Werbung uns Gefühle verkauft. Sehr oft wird assoziiert, dass

  • du mit diesem Produkt erfolgreicher bist
  • besser bei Frauen / Männern ankommst
  • freier bist
  • es jeder Macht und du dazu gehören musst

Diese Gefühle zu erkaufen ist für viele Menschen ein Traum und es wert dafür zu bezahlen. Dies geschieht meiner Meinung nach in folgenden 3 Stufen:

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Stufe 1: Das Produkt wird gekauft

Auch wenn es zu größeren Teilen unbewusst geschieht, wird oft der Gegenstand gekauft, der die größte Anerkennung, Geltung und Selbstverwirklichung aus Sicht des Käufers verspricht. Das Produkt bei dem im Marketing die Hausaufgaben perfekt gemacht wurden. Hierbei muss es sich nicht zwangsläufig um das qualitativ beste Produkt handeln. Angenommen de fragst Jemanden was er mit seinem Smartphone machen möchte, dann kommen folgende Antworten. Telefonieren, Texten, Surfen und Spielen. Da alle aktuellen Modelle diese Dinge können, kommt es nun auf die Emotionen an. Es wird sich zu größten Teilen für das Model entschieden, welches diese am meisten berührt. Angekitzelt von der Werbung und Co.

Stufe 2: Man verschmelzt mit dem Produkt

Und somit ist der Käufer schon beim Assoziieren mit dem Produkt angelangt. Nur durch den Kauf eines Fitnessarmbandes, welches damit beworben wird die sportlichen Leistungen zu verbessern, gehört man nun zu den sportlichen Menschen. Obwohl nicht ein Meter gelaufen wurde. Das Produkt wird zum Teil des eigenen Seins. Es wird darüber etwas ausgedrückt. Sei es eine Eigenschaft oder ein Status. Ein Produkt kann heutzutage wie Makeup getragen werden, Verschönerung des Äußeren Egos.

Stufe 3: Die Verteidigung des Dinges

Der Superlativ dieser Dreierkette ist, dass man sich mit dem Produkt so identifiziert, dass es negative Emotionen erzeugen kann, wenn es Kritik daran gibt. So als würde man bei der Kritik am Produkt den Besitzer selbst meinen. Er fängt an es zu verteidigen. Sage bitte mal zu einem IPhone Fanboy:“Es ist auch nur ein Telefon aus Plaste und technischen Bauteilen. Nix Besonderes“. In dem Moment geht es emotional ab im Fanboy. Nicht nur, dass er das Gerät anfängt zu verteidigen (womit nur der Lebensstil verteidigt wird), er wird so emotional, dass es sogar zu einem Streit kommen kann.

Es wird angefangen für ein Produkt Partei zu ergreifen. Wer sein Konsumgut verteidigt, versucht sein (materielles) Ego zu stabilisieren. Im fehlt es an Selbstbewusstsein. Heutzutage ist das eigene Produkt in vielen Fällen das Beste, da es mit dem eigenen Lebensgefühl synchronisiert wurde. Die Werbung machts.

Besonders intensiv ist es, wenn das Produkt mehr kostet. Da man hierdurch einen rationale Vergleichszahl hat, verstärkt sich das Gefühl des verkauften Lebensgefühls („Das XYZ war so teuer. Es kann nur toll sein.“). Etwas was teuer ist, ist besser. Somit bin ich auch ein besserer Mensch … was für ein Denkfehler.

Wie kann ich damit richtig umgehen?

Es benötigt ein Stück Selbstbewusstsein sich von seinen Materiellen Gefühlen zu trennen, und die Dinge als das zu sehen was sie sind. Es lohnt sich. Du musst nur realisieren, was die wirklich wichtigen Sachen des Lebens sind, und was genau in hinter den Emotionen steckt.

Ist es ein Smartphone, welches dir grenzenlose Freiheit verspricht, während du in der Natur die richtige Freiheit schon lang nicht mehr erlebt hast?

Sind es Markenklamotten welche dir einen besseren Auftritt und Ansehen verschaffen, doch von armen Kindern hergestellt werden?

Bei allem handelt es sich um Gegenstände. Nicht mehr. Einfach nur ein DING welches ersetzbar ist. Hämmere dies wie ein Mantra in deinen Kopf. Dieser Gegenstand macht dich nicht Gesünder, Erfolgreicher oder Beliebter. Das machst du alles selbst. Es ist heutzutage einfacher diese Verantwortung an Dinge abzugeben („Ich bin zu langsam, ich brauche einen besseren Fitnesstracker“). Behalte diese Verantwortung lieber für dich. Realisiere, dass Gegenstände dich nicht freier machen. Im Gegenteil – wie viel Zeit und Freiheit kostet dir ein Smartphone, welches im Minutentakt Nachrichten puscht. Da ist dann auch die Marke egal, eine Pushnachricht bleibt eine Pushnachricht. Derweil wurde es mit Freiheit und grenzenloser Kommunikation beworben.

WICHTIG: Vermeide Werbung aller Art. Sie bringt dich dazu sich mit DINGEN zu beschäftigen, die nicht gebraucht werden. Dabei versucht sie dir die Lebensgefühle mit zu verkaufen. Du weißt jetzt, dass diese Emotionen aus dir kommen und nicht aus den Produkten.

rationale Grüße

Christian





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