Hallo Leser,

vielleicht schmökerst Du meinen Beitrag hier auf deinem Handy…? Dann lese die folgenden Punkte zum richtigen Umgang mit dem Handy und Smartphone doch einfach mal in Ruhe durch!

Fakt ist, dass Jeder von uns eine Art Handyknigge kennen und umsetzten sollte. Dieser Leitfaden hilft beim respektvollen Umgang miteinander und auch beim Entstressen. Ich habe mal für Dich die Punkte zusammengetragen, die für mich wichtig sind bzw. ich über die Zeit gelernt habe.

1.) Darf ich ran gehen?

Dieser Punkt ist überhaupt nicht geläufig und sollte es meiner Meinung nach umso mehr sein. Dies gilt für die Zeiten, in denen dein Handy nicht auf lautlos (Punkt 2) eingestellt ist.

Beispiel:

 

Wenn Du in einem persönlichen Gespräch bist, oder auch in einem Meeting und das Handy klingelt, dann unterbricht der Beklingelte oftmals abrupt das Gespräch, sagt etwas in der Richtung „Moment, das ist mein Nachbar. Ich muss mal schnell rangehen!“ oder verlässt das Meeting. Schon ist das eigentliche Gespräch / Meeting unterbrochen und es wird meistens nicht in der gleichen Art und Weise fortgesetzt. Manchmal endet es auch darin, dass nach dem Telefonat die Gesprächspartner anschauen und sich fragen: „Worüber haben wir gerade gesprochen?“

Besser ist es in diesem Fall seinen Gesprächspartner zu fragen: „Darf ich mal kurz ran gehen – es ist mein Nachbar …?“. Das zeigt dem Gegenüber Wertschätzung und bekommt dann mehr Verständnis, falls doch telefoniert wird.

Sehr gut in der Situation, ist es auch den Anrufer wegzudrücken (und seinem Date zu sagen: „Ich gehe jetzt nicht ran – du bist mir wichtiger.“). Es gibt natürlich auch Momente, in denen du einen wirklich wichtigen Anruf erwartest. Hier schlage ich dir vor, das einfach vorher anzukündigen.

Denke aber immer daran: Du bist nicht gezwungen, jeden Anruf anzunehmen … auch wenn es manchmal so erscheint.

2.) Lautlos und Flugzeugmodus

Wer das Smartphone im „Störmodus“ lässt, ist selbst schuld. Nimm Dir bestimmte Zeiten in denen du nicht erreichbar bist. Meine selbst gewählten Zeiten sind zum Beispiel täglich nach 22 Uhr, an den Wochenenden um die Mittagszeit und wenn ich mit guten Freunden unterwegs bin. Genauso gehe ich nicht ans Handy wenn ich Sport mache und Auto fahre.

Weiterhin ist es empfehlenswert das „Benachrichtigungsblinken“ abzustellen. Soll dein Handy bestimmen wann Du die Nachrichten lesen sollst? Oder möchtest Du selbst entscheiden, wann Du Zeit hast die News zu checken?

3.) Ist die Antwort jetzt sinnvoll?

Bei Texten die über WhatsApp, Mail oder SMS in dein Smartphone gelangen, stelle dir bitte die Frage ob eine Antwort nötig ist. Denn je sparsamer du mit Antworten umgehst, desto weniger sinnlose Informationen bekommst du (Spaßbilder, Lebenszitate, Essensfotos, …) und desto mehr Sinn bekommen die Nachrichten.

Ich antworte prinzipiell nicht auf alle Spaßsachen (wobei hier auch die Frage im Raum steht: „Ist es wirklich lustig?“) oder Sätze: „Ich bin grad am dem Klo und lese ein Buch“. Solange wie du darauf reagierst, wirst du solche Sachen geschickt bekommen. Reagierst du jedoch nicht darauf, dann vergeht dem Sender die Lust. Er weiß, dass keine Antwort und somit die benötigte Buchstabenliebe nicht zurück kommt.

Antworte auf Nachrichten mit Sinn dafür mit ganzen und überlegten Sätzen. Hier entsteht mit der Zeit dann wenigsten eine bessere Kommunikationskultur. Weniger ist hier manchmal mehr … oder siehe Punkt 6.

4.) Details übermitteln

Bitte übermittle in Textform niemals Bankdaten, Zugangsdaten, Geheimnummern oder streng vertrauliche Informationen! Ich glaube dazu bedarf es keiner größeren Erläuterung, oder? 🙂

5.) Richtig sperren

Heutzutage gibt es diverse Möglichkeiten seine Daten im Handy abzusichern. Die Wenigsten nutzen diese und lassen die Standardeinstellung zu Nicht-Sicherung des Handys zu. Da bedeutet, dass jeder der in den Besitz deines Handys kommt mit einem Fingerwisch an deine Daten (Chats, Kontakte, Termine, private Fotos, …) kommt. Möchtest Du das? Nein – und deshalb aktiviere eine Entsperrsicherung. Wer jetzt kurz an dein Handy kommt, schafft es nicht so schnell an deine Informationen zu kommen. Dafür benötigt es schon etwas mehr Zeit und kriminelle Energie.

6.) 100 texte oder ein Anruf

Ein Anruf hat enorme Vorteile. Nicht nur, dass sich Informationen schneller übermitteln – nein auch Emotionen, Empathie und Co kommen bei einem Gespräch in Spiel. Der Satz: „Du bist ja heute gut drauf.“ kann wenn auch in gleicher Absicht genutzt in gesprochener und geschriebener Form komplett verschieden beim Empfänger ankommen. Deshalb überlege gut ob sich einige Dinge besser persönlich im Gespräch besser klären lassen, als damit zig HinUndHerNachrichten zu generieren.

Dein Handydaumen oder Handynacken werden es Dir danken.

7.) Anrufbeantworter besprechen

Wenn Du Jemanden nicht erreichst, dann sprich ihm bitte auf dem Anrufbeantworter wenn dieser anspringt! Kurz den Grund deines Anrufes und ob er nochmal (dringend) zurückgerufen werden soll.

8. Leise telefonieren

So laut telefonieren, dass es die Umgebung mitbekommt … ist ziemlich unhöflich. Ein wenig Lautstärke wirkt hier Wunder und respektiert die Privatsphäre – nicht nur die eigene.

9. Kein Leerlaufzücken

Leerlaufzücken gehört zu den Handykrankheiten der Neuzeit. Du kennst Leerlaufzücken noch nicht? Okay ich bin ehrlich den Begriff habe ich mir ausgedacht. Ich erkläre ihn dir. Es bedeutet, dass wenn für dich eine Leerlaufzeit entsteht wie z.B.

  • auf die Bahn warten
  • es dauert noch ein wenig bis deine Verabredung kommt
  • du kommst nicht gleich beim Arzt dran

dann zücke nicht das Handy um zu schauen, ob es was Neues auf Facebook gibt oder vielleicht in den letzten 5 Minuten neue Nachrichten für dich angekommen sind! Schaue lieber mal in die Welt, beobachte die Menschen, hör der Natur zu oder ganz unmodern … unterhalte dich einfach mit einem Mitwartenden.

10.) Nicht im Auto telefonieren bzw. texten

Einer der wichtigsten Punkte für mich – und nicht zu Unrecht mit hohen Bußgeldern bestraft. Die Nutzung des Handys bzw. Smartphones während der Fahrt ist verboten und nicht ohne Grund. Klar leiden viele Menschen an einem großen Maß Selbstüberschätzung, wenn Sie sich einbilden, dass sie Auto fahren und das Handy nutzen können … bis mal was passiert. Und wenn dann mal was passiert, dann sind die Ausmaße verheerender als normal.

Texten im Fahrbetrieb bedeutet nicht nur sich selbst gegenüber verantwortungslos zu sein, sondern auch den Mitfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern. So kann eine sinnlose Nachricht („Ich hab im Geschäft den Kaffee im Angebot gesehen …“) kann Leben kosten. Mache es nicht und nutze zum Telefonieren eine Freisprechanlage, die Später zu deiner Freispruchanlage werden könnte 🙂 Hier ein Artikel mit berührend traurigem Dokumentarv28ideo

Wenn Simsen tötet – Dokumentarfilm von Werner Herzog

Hier noch ein schockierendes Video. Sehr krass … aber genau so kann es passieren:

In dem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende

Christian


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One thought on “Richtiger Umgang mit Handys

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