Menschen, die regelmäßig an den Nägeln knabbern, sind die geizigsten von allen. Fingernägel zu kauen macht nicht satt, schmeckt nicht und dabei gesehen werden möchte Keiner. Hier wird eindeutig zu viel gespart. Natürlich gehört diese Freizeitbeschäftigung nicht zu den Zwischenmahlzeiten, es ist eine unbewusste Handlung. So unbewusst wie manche kauen, so kannst du sparen. Weniger ausgeben ohne eine Einschränkung. Was du tun kannst um unbemerkt mehr Geld über zu haben, erkläre ich dir an meinen „Fingernageltipps“.

Wozu überhaupt sparen?

Sparen ist in vielen Köpfen sehr unmodern geworden. Bei sicheren Anlagen, wie zum Beispiel dem Tagesgeld, gibt es kaum noch Zinsen. Das Geld vermehrt sich nicht mehr. Viele haben noch Zeiten von 4,5% Zins miterlebt, und das sieht im Vergleich zu heute echt mager aus. Hinzu kommt, dass Jeder heute seine Wünsche kreditieren kann. Kein Gespartes ist mehr notwendig um ein Auto zu kaufen. Meiner Meinung nach geht es beim klugen Umgang mit Geld nicht darum steinreich zu werden. Das kann passieren, wenn du gut darin bist. Vielmehr ist es ein guter Beweis eines gesunden Lebens und eines gesunden Denkens. Gesundheit hat nicht nur etwas mit deinem Körper zu tun, sondern auch etwas mit deinem finanziellen Geist. Ein längerfristiges Finanz Handling sorgt nicht nur dafür, dass du besser schlafen kannst, du bist sicherer und freier, hast den Kopf frei für Dinge die du wirklich machen möchtest. Sparen – also Daumen hoch.

Sprich zur Hand

Fünf Fingernageltipps habe ich heute für dich, symbolisch steht jeder Finger für einen Tipp und so wird die Hand komplett. Es gibt tausende mehr Spartipps auf der Welt, welche du auf anderen Seiten und in Büchern über das Geldsparen nachlesen kannst. Die folgenden Tipps basieren auf meinen praktischen Erfahrungen. Ohne das ich im geringsten Maß das Gefühl habe zu sparen, spare ich. Nur das Wissen reicht hierbei schon aus.

Reifendruck – der kleine Finger

Ich fahre seit Jahren zwei Autos. Für den Winter einen alten Kia Sephia, 1994 gebaut. Zuverlässig und vor allem schneetauglich. Im Somme düse ich mit einem 1993 Mitsubishi Eclipse über die Straßen. Ein cooles flaches Auto für die heiße Jahreszeit. Diese zwei verschiedenen Autos waren über Jahre meine „Testkandidaten“. Anfangs wollte ich den Spritverbrauch ermitteln, um meine Kosten für Benzin besser abschätzen zu können. Damit füllte ich unter anderem mein Haushaltsbuch. Über längere Messzeiträume bekam ich folgende Ergebnisse.

Kia: 6,9 Liter / 100 km
Eclipse: 8,4 Liter / 100 km

Dann kam der Tag an dem ich las, dass durch richtigen und wenn möglich leicht erhöhten Reifendruck Benzin gespart werden kann. Nachdem ich skeptisch war, erkannte ich jedoch, dass dieser Tipp stimmt und echtes Sparpotential hat. Ich bin dann über die nächsten Jahre mit beiden Autos mit leicht erhöhten und auch mit normalen bzw. leicht niedrigeren Luftdruck gefahren. Auch die Streckenbedingungen sind ähnlich (90% Weg zur Arbeit und zurück). Und das Ergebnis ist erstaunlich.

Kia: 6,0 Liter / 100 km
Eclipse: 7,6 Liter / 100 km

Macht 0,85 Liter auf 100 Kilometer weniger. Klingt nicht viel, bedeutet bei einer Tankfüllung die 600 Kilometer reicht 5,1 Liter gespart. Bei einem Benzinpreis von 1,35 Euro, hast habe ich 6,89 Euro gespart. Aller 2 Wochen tanke ich, macht 179 Euro im Jahr. Kümmerst du dich 30 Jahre lang um den richtigen Reifendruck, dann hast du 5370 Euro mehr ohne sparsamer leben zu müssen. Das einzige was du tun musst, ist aller 2-3 Monate beim Tanken die Luft überprüfen. Sollten zukünftig die Benzinpreise wieder steigen, erhöht sich proportional dein Sparpotential dadurch extra.

Vergiss die Werbung – der Ringfinger

Du kennst auch die zeitraubende Werbung im Fernsehen und besonders in den Wochenendbeilagen deiner Zeitschriften. Selten erfährst du in den Werbungen Sachen, die du noch nicht kanntest. Meistens wird diese Werbung konsumiert mit dem Gedanken: „Stimmt, könnte ich auch gebrauchen.“. Es wird dir suggeriert, was du brauchst und was Freiheit und Wohlbefinden schaffen soll. In einer Welt ohne Werbung hingegen, wären die Menschen reich und die Konzerne arm.

Ein Mensch, der regelmäßig diese Prospekte durchliest gibt mehr Geld aus, als ein Mensch der diese Werbung ignoriert. Das Paradoxe dabei ist, dass beide Menschentypen glücklich mit sich und dem eigenem Konsum sind. Die Tatsache nicht zu wissen was man gebrauchen könnte, hilft sparen und das Gefühl der Verzichts verschwindet. Ich schlage dir vor deinen Ringfinger zu nutzen und längere Zeit Werbung komplett zu ignorieren. Denn wenn du etwas wirklich brauchst, dann merkst du es selbst und kaufst es.

Wechsle den Anbieter und zeige dem Ex den Stinkefinger

Bei diesem Tipp war ich echt ein Versager. Jahrelang habe ich mir eingeredet, dass das Wechseln eines Anbieters nur Stress und Bürokratie bedeuten. Fast schon ignorant stand ich dem Thema gegenüber, bis ich auf einen Vergleichsbanner klickte. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie dieser damals hieß. Heute ist ein großer Anbieter CHECK24. Ich traute mich und machte ich einen Gaspreisvergleich. Postleitzahl und Jahresverbrauch mussten eingeben werden und schon bekam ich sehr viele alternative Anbieter aufgelistet. Ich habe mir dann einen herausgesucht, den ich vom Namen her kannte. Anschließend musste ich einige persönliche Daten, Zählernummer und Co ausfüllen. Vorbereitete Anträge ausdrucken, absenden und fertig. In den folgenden Wochen kam dann Post (Vertragsunterlagen, Schalttermin, …) und zum nächsten Quartal war das Gas das gleiche nur viel billiger. In unserem großen alten Haus sparen wir nun ca. 600 Euro pro Jahr, bei gleichem Verbrauch zum vorherigen Anbieter. Das hätte ich schon 10 Jahre früher haben können, wenn ich nicht so wechselfaul gewesen wäre. 6000 Euro verschenkt, dafür gebe ich mir selbst den Verschwendungsoskar.

Danach verglich ich Handytarif, Stromtarif, KFZ-Tarif und Versicherungen. Das Resultat ist umwerfend. Zirka 1400 Euro spare ich pro Jahr. Das sind über 100 Euro, die monatlich weniger ausgegeben werden. Das Gefühl mich einzuschränken habe ich nicht, eher bin ich stolz, dass ich endlich gewechselt bin. Check selber die Preise und zeig zu teuren Anbietern den Stinkefinger.




Übrigens bedeutet billige Energie nicht automatisch schlechte Energie. Viele Ökotarife sind preiswerte als überteuerte Standardtarife.

Zeigefinger – monatlich automatisch sparen

Diesen Tipp kann ich nicht oft genug geben. So einfach und effektiv. Richte einen Dauerauftrag ein, der 10% deines Nettolohns zum Monatsbeginn auf ein Tagesgeldkonto überweist. Hauptsache ein Konto, welches dir keine EC Karte zum Einkaufen anbietet. Die 10% Regel habe ich aus dem Buch „Der reichste Mann von Babylon“ und sie funktioniert. Der Trick hierbei ist, dass du das Geld nicht siehst welches weggebucht wird. Und Geld was du nicht siehst, wirst du auch nicht ausgeben. Sehr einfach, sehr genial und kaum Jemand macht es.

Die 10% weniger schränken dich kaum ein, bauen dir auf dem Alternativkonto über die Zeit eine gute Sicherheitsreserve auf. Vielen Menschen möchten es umgekehrt machen, und am Monatsende das sparen was über ist. Leider ist diese Methode nicht erfolgreich.

Der Daumen gehört in die Kartoffel

Die Nahrungsmittelindustrie gehört zu den cleveren Sammlern deines Geldes. Du hast bestimmt auch schon oft mitbekommen, dass:

  • der Preis gleich bleibt, der Inhalt jedoch weniger wird
  • die Verpackungen groß sind, aber nur ein wenig über die Hälfte gefüllt
  • billige Ersatzstoffe werden verwendet, anstatt dem Ursprünglichen

Mein Tipp für dich: Konzentriere dich beim Einkauf mehr auf die Grundnahrungsmittel. Vermeide fertig Nahrungsmittel wie zum Beispiel:

  • Fertiggerichte
  • Fertige Salate
  • Fruchtjogurts
  • Belegte Brötchen beim Bäcker
  • Kaffee toGo

Alles kannst du ruckzuck selbst machen, viel Gesunder und preiswerter. Kartoffeln, Möhren, Haferflocken, Naturjogurt, Milch, Mehl, Zucker, Reis, Obst und Gemüse, … alles sehr billig und frisch. Mit diesem Tipp schlägst du die Brücke zur gesunden Ernährung und sparst dabei. Ein wenig Körpereinsatz ist hier notwendig, da du auch selbst mal kochen musst bzw. eine Schnitte schmierst, es lohnt sich.

Solltest du jetzt noch mehr Spartipps wollen, dann empfehle ich dir mal nicht den Gang über google, sondern folgende 3 Bücher.

Mit Ihnen gelangst du sehr professionell durch das Thema und erfährst sehr wahrscheinlich noch viele weitere Tipps, die du noch nicht kanntest. Schau dir auch mal folgenden Blogbeitrag von mir an: Hosengeld

Ich hoffe dir gefällt meine Hand mit den Fingernageltipps? Mir haben diese fünf Tipps über die letzten Jahre sehr viel finanziell geholfen. Großartige Einschränkungen habe ich dadurch nicht. Im Gegenteil. Das übrige Geld fließt in AuxMoney und Aktien und bekommt dort die Chance sich etwas zu vermehren. Viel Spaß beim unauffälligen Sparen wünscht

Christian





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7 thoughts on “Sparen ohne es zu merken – Meine Fingernageltipps

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