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Dein Leben endet nicht mit dem Tod, sondern an dem Tag an dem du aufhörst zu leben. Meine Gedanken kreisen zu den Zombies in „Walking Dead“. So tot wie diese krächzend durch die Welt humpeln, so tot erscheinen mir einige Menschen. Sie wissen nicht was Leben bedeutet, selbst wenn sie denken sie wüssten es. Sterbehilfe ist hier fehl am Platz. Sie brauchen aktive Lebehilfe, denn sie sind noch nicht tot, noch nicht. Ich möchte dir in diesen Beitrag beschreiben was diese Hilfe bedeutet und wie auch du mehr Leben in deinen Tag bekommst.

Nur mit atmen, essen, arbeiten und schlafen ist es nicht getan. Sollte dein Tag zu großen Teilen daraus bestehen, dann wird es Zeit aufzuwachen. Denn es bedeutet zu großen Stücken Tod zu sein. Ich begegne sehr oft Menschen dieser Gattung. Sie absolvieren den Tag, hecheln zum Wochenende und sind innerlich leer. Jahrelang praktiziert wird vergessen, dass es mehr gibt. Kribbeln in der Magengrube vor Aufregung, angespannte Muskeln voller Stolz, eine Zunge die bewusst die Mahlzeiten schmeckt – das sind nur 3 Beispiele für Leben. Aktive Lebenshilfe, die keine Pille braucht. Kein Geld. Denn unsere Sinne, Gefühle und Ziele machen uns lebendiger. Die Assoziationen aus der Werbung sind oft falsch und irreführend. Sie zeigen dir ein Scheinleben, den schleichenden Tod. Und sie sorgen oft dafür, dass von den wichtigen Dingen abgelenkt wird. Doch was sind diese Dinge?

Was bedeutet Leben?

Die Sinne nutzen

Es ist unwahrscheinlich wichtig deine Sinne zu nutzen, die dir gegeben sind. Es ist nicht ganz so einfach wie es klingt. Denn als ich mich vor einiger Zeit mit diesen Thema beschäftigte, stellte ich leider am Ende des Tages oft fest, dass ich meine Sinne gar nicht bewusst genutzt hatte. Ich weiß, normalerweise sind sie immer aktiviert, dennoch achten wir zu wenig darauf. Zu wenig Konzentration findet hier Platz. Deshalb versuche „richtiger“ zu leben, indem du deine fünf Sinne schätzt.

Sehen

Sehen ist eine Kunst. Jeden Tag sind unsere zwei Augen am funktionieren, doch sehen sie wirklich die schönen Dinge des Lebens? Betrachten sie auch bewusst Details einer Pflanze oder Gegenstandes? Wir sehen an so vielen tollen Dingen vorbei. Das ist nicht nur schade, es fehlt auch etwas in deinem lebenswerten Tag. Deshalb nehme dir vor jeden Tag besser zu sehen. Betrachte Details, beobachte Menschen, schau bewusst richtig weit in die Ferne! Wann hast du das letzte Mal deine Lebenslinien auf deinen Händen betrachtet? Wie du siehst, es gibt viel zu sehen.

Hören

Eine nahe Schwester des Sehens ist das Hören. Nutze diesen Sinn besser. Hier kannst du rausfinden, wie ein Mensch etwas sagt, nicht nur was er sagt. Deine Ohren können Emotionen hören. Vogelgezwitscher macht nur mir 2 guten Ohren richtig Sinn. Und spätestens wenn du deine Lieblingsmusik in die Hörmuschel lässt aktiviert sie deine positiven Gefühle. Also höre mir zu und höre besser (hin).

Riechen

Jeden Tag gibt es mindestens 3 Situationen bei denen du bewusster riechen kannst. Frühstück, Mittag und Abendessen. Ich könnte wetten, du schiebst die Nahrung an allen Mahlzeiten SINNlos in deine Kaufabrik. So machen es Milliarden Menschen. Versuche ab deiner nächsten Mahlzeit an den Gerichten zu riechen bevor du sie in deinen Kopf lässt. Was oder Wer hält dich davon ab deinen Mittagsteller in beide Hände zu nehmen und deine Nase quattrokopterartig über dein Essen fliegen und riechen zu lassen. Deine Nase kann dir zeigen ob das Essen gut ist und wie gut bzw. exzellent es zubereitet wurde.

Rieche weiterhin bewusst die Natur, der Großstadtsmog, deine Mitmenschen. Es gibt so viel zu erriechen.



Schmecken

Das Riechen hat auch einen engen Verwandten, das Schmecken. Oftmals sagen wir: „Das schmeckt aber gut.“. Was genau lässt es so gut schmecken? Welche Geschmäcker findest du heraus? Versuche beim nächsten Essen einfach den ersten Bissen im Mund zu analysieren. Was schmecke ich genau? Auch wenn es ziemlich kitschig klingt, werden deine Geschmacksnerven dich ganz schön durcheinander bringen.

Leider tun die Raucher ihrer Nase und der Zunge nicht unbedingt etwas Gutes. Starke Raucher haben nachweislich einen anderen (schwerfälligeren) Geschmackssinn und werden wahrscheinlich nicht ganz in den vollen Genuss kommen.

Tasten

„Es fühlt sich gut an.“ – eine Aufgabe für deine Finger, deinen Tastsinn. Absolut unterbewertet. Erwachsene, lange heraus aus dem Tast und Fühlalter, vernachlässigen diesen Sinn. Wie fühlt sich der Stoff der Decke deines Bettes an? Wie kalt ist das Wasser im See? Wie fühlt sich die Haut des anderen an? Auch hier kannst du dein Leben bereichern indem du diesen Sinn bewusst aktivierst. Worauf wartest du noch?

Alle diese Sinne haben eins gemeinsam. Sie beleben dich mit Informationen deiner Umwelt (Wie schmeckt es? Wie fühlt es sich an? Riecht es gut?). Diese Informationen sind wichtige Elemente für deinen lebevollen Tag. Jeder der fünf Sinne sollte täglich bewusst Platz in deinem Leben finden. Mindestens einmal, besser mehrmals. Auftrag verstanden? Ja? Weiter geht’s

Entlocke deine Gefühle!

Gefühle bilden das zweite Kernelement des Lebens. Fast noch wichtiger wie die Sinne. Gefühle sind für mich immer etwas, was aus meiner Seele entspringt. Dies können Mitgefühle oder Liebe für einen Menschen sein. Dankbarkeit und Stolz gehören genauso in die Sammlung von Emotionen, wie Trauer und Freude. Ein Leben ganz ohne Gefühle, kannst du dir das vorstellen? Nein? Dann aktiviere und entlocke deinem Dasein diese Gefühle. Zeige sie. Mehr Gefühle bedeutet mehr Leben.

Dies gestaltet sich nicht so einfach wie bei den Sinnen. Hier kannst du mit dem Gefühl der Dankbarkeit beginnen. Nimm dir mal die Zeit und denke darüber nach wofür du dankbar bist. 10 Minuten reichen. Schreibe alles was dir spontan einfällt auf oder brenne es in dein Gehirn. Dankbarkeit ist ein Motor deines Lebens. Wenn ich am Morgen aufwache und die Augen öffne, dann bin ich dankbar. Dankbar für einen weiteren Tag Leben. Dankbar Essen und ein Dach über den Kopf zu haben. Dankbar gesund zu sein und dass mir nichts weh tut beim Aufstehen. Ich könnte die Liste noch weiter fortführen. Einfach diese vielen kleinen und großen Dankbarkeiten aktivieren meine positiven Gefühle und ein Kribbeln, welches das Leben in mir spüren lässt.

Mach weiter und nutze den Tag um Mitgefühl zu zeigen (und nicht nur zu denken). Einfach sich in andere Menschen reinzuversetzen und ihre Situation zu würdigen, sei es als Mitleid oder Mitfreude, ist eine gefühlsbringende Sache. Schaffst du dieses Mitgefühl den Menschen gegenüber zu zeigen, so hebst du die Beziehung zwischen euch auf eine neue Ebene. Das ist Leben und viel besser als aneinander vorbei zu leben.

Übrigens kannst du deine Gefühle beeinflussen mit dem was du tust. Angenommen du nimmst dir vor mit einem zielgerichteten Blick zu laufen, die Brust raus und ein kräftiger Gang. Kein Buckel und kein Bauch und die Muskeln etwas anspannen. Ich wette mit dir nach kurzer Zeit, wenigen Schritten, fühlst du dich auch kräftiger und stolzer. Du hast mehr Kraft und Selbstbewusstsein. Genauso kannst du mit einem tänzerischen und spielerischen Gang einen schwerfälligen Tag leichter machen. Ich weiß es klingt etwas verrückt. Probiere es aus und du wirst sehen wie es funktioniert.
Gefühle bringen deinen Tag zum Leben. Ein Tag ohne macht dich zum leblosen Betonklotz in einer Neubausiedlung.




Ziele und Sinn definieren

Wir haben festgestellt, dass deine Sinne und Gefühle dich aus dem Betonklotz meißeln, dich beleben. Jetzt fehlt dir etwas, was langfristig deiner (Lebens)motivation den Treibstoff gibt. Etwas was dich dazu bringt Dinge zu tun. Nein – ich meine nicht die Werbung oder Nachrichten dieser Welt. Dir fehlt jetzt der Sinn bzw. ein Ziel. Warum stehst du jeden Tag auf? Was erfüllt dich? Was gibt dir den Sinn des Lebens? Was soll in deiner Grabrede mal über dich gesagt werden?

Kläre diese Fragen, mache dir Gedanken und gestalte deinen Fahrplan fürs Leben. Es gibt noch mehr Fragen, nicht nur die vier. Versuche für dich selbst zu bestimmen was deine Mission auf der Erde ist. Möchtest du einfach nur glücklich sein und andere Menschen mitziehen? Was bedeutet dann glücklich sein für dich und was kannst du tun im dies zu erreichen?

Möchtest du reich sein und viel spenden und Gutes tun? Dann kläre für dich deinen Weg dahin. Selbst wenn du jeden Tag nur einen kleinen Schritt zum Ziel machst, dann war der Tag mit Lebenssinn gefüllt.

Oder ist es dein Ziel deinen Partner und deiner Familie ein guter Mensch zu sein? Dann drücke ihnen nicht das auf was du als guter Mensch beschreibst. Frage sie wie sie in dich einen guten Menschen sehen und setze es um.

Es gibt zig verschiedene Lebenssinne und jeder gestaltet seinen anders. Doch er muss dir klar sein. Jedes Mal wenn du ein kleines Ziel erreicht hast, fühlt sich das gut an, wie Leben. Sollte dir dieses Thema nicht so liegen, wie mir am Anfang, dann habe ich eine exzellente Empfehlung für dich. Besorge dir „Das Cafe am Rande der Welt“ als

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Ein Werk über den Sinn des Lebens, welches sehr gut in eine Geschichte eingebettet ist. Mehr möchte ich gar nicht verraten. Falls du genauer wissen möchtest worum es geht, dann schaue einfach in die Amazonrezessionen*. Nachdem du dieses Buch verschlungen hast, kennst du deinen Sinn des Lebens. Dieses Wissen wird jeden deiner Tage bereichern.

Mit Ja aus der Komfortzone

Möchtest du Dinge nicht machen? Dann sage JA dazu. Natürlich gibt es Sachen, bei denen man sich sträubt sie zu machen. Doch kennst du diese Möglichkeiten bei denen du nicht zusagst, weil du nicht genau weißt was auf dich zukommt? Sachen wo du vielleicht nass werden könntest? Oder Situationen von denen du denkst, dass du sie nicht so leicht bewältigen kannst?

Anstatt aus Vorsicht NEIN dazu zu sagen, sage zukünftig JA. Lerne neue Situationen zu leben! Springe aus deinem Betonblock namens Komfortzone und ziehe jeden Tag eine neue Situation an dich. Etwas was du noch nie getan hast, einen Weg den du noch nicht gefahren bist, einen Menschen den du noch nie angesprochen hast. Es gibt so viele Dinge außerhalb des atmen, essen, arbeiten und schlafen. So viele Dinge, die erlebt werden möchten. In Erleben steckt nicht ohne Grund das Wort Leben.

Zusammenfassung: Aktive Lebenshilfe

Anstatt bewusst zu sterben, solltest du bewusster Leben. Nutze jeden Tag alle deine Sinne, bringe so viel Gefühl wie möglich in dein Leben, habe ein Ziel und begebe dich aus deiner Wohlfühlzone. Wenn du das schaffst, dann hast du an diesem Tag gelebt und er war nicht umsonst. Du brauchst dafür nicht einen einzigen Euro oder Gut-Laune Pillen. Es kann dich reich machen so zu leben. Wie oft höre ich den Satz Carpe diem (Nutze den Tag). Es wird nie beschrieben wie es funktioniert. Ich hoffe der Beitrag konnte dir dabei helfen und war ein guter Einstieg.

So jetzt mache dir einen Tee oder Kaffee und rieche und schmecke ihn mal so richtig bewusst.

Lebendige Grüße sendet dir

Christian


3 Buchempfehlungen zum Thema „Leben genießen“, dich ich dir wärmstens empfehle:

One thought on “Sterbehilfe? Nein danke. Aktive Lebehilfe, genieße und nutze jeden Tag!

  1. Guten Morgen Christian,

    ich bin absolut deiner Meinung. Erst wenn wir unser Leben bzw. unsere Umwelt bewusst wahrnehmen, fangen wir an zu leben. Erst dann verstehen wir, was unsere Aufmerksamkeit verdient.
    Unsere Gefühle sind hierbei in der Tat sehr wichtig! Sie prägen unser Leben. Gefühle sind immer da und sie formen unsere Realität.
    Ich beschäftige mich ebenfalls mit diesem Thema und schreibe darüber. Vielleicht finden deine Leser auch meinen Beitrag https://preuss-talk.de/leben/ interessant.

    Dein Namensvetter
    Christian

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