was-denken-andere-von-mir-anerkennung-laestern-und-egoismus

Menschen, die Lästern haben keine Zeit sich um ihr eigenes Selbstbewusstsein zu kümmern. Deshalb liebe ich es wenn in meinem „nicht dabei sein“ über mich geredet wird. Loben in hohen Tönen oder Lästern auf tiefsten Niveau, ich liebe alle Darsteller dieses Stückes. Frei nach dem Motto: „Entwickelst du dich weiter, oder redest du noch über andere?“ begrüße ich dich zum meinem Beitrag …

Was andere von mir denken

Histrionische Persönlichkeitsstörung, noch nie gehört? Diese Störung zeichnet sich durch ein extremes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bestätigung aus. Die ausgewachsene Form dieses Krankheitsbildes endet im theatralischen Verhalten und mit extremen Gefühlsveränderungen. Kurz Aufmerksamkeitssucht. Und diese Sucht ist ein Schlüsselfaktor des Lebens für jeden Menschen auf der Welt. Bei Jedem ist sie verschieden ausgeprägt. Ohne Liebe, eine Art der Aufmerksamkeit, verwelkt die Pflanze Mensch. Doch wir erleben eine gefährliche Wandlung in den letzten Jahren.

Einst bestanden die Aufmerksamkeiten darin, dass Jemanden einen zugehört hat, gelobt hat, oder man umarmt wurde. Auf ganz einfache Art und Weise ein bodenständiges menschliches Verhalten. Menschen, die früher gute Zuhörer waren, ernteten hohes Lob für ihre Art. Nicht weil sie gut zuhören konnten, das können viele Menschen die nichts sagen und nicken, sondern weil sie Aufmerksamkeit vermittelten.

Doch mit dem unpersönlicheren digitalen Zeitalter änderte sich dies. Aufmerksamkeiten wurden auf ein Plong oder ein Symbolbild mit Daumen nach oben kastriert, somit zählbar gemacht. Die meisten Daumen nach Oben sind die Messlatte und die Aufmerksamkeit steigt. Die Frage: „Was denken andere von mir?“ bzw. „Denken andere gut von mir?“ rückt zu stark in den Mittelpunkt vieler Menschen. Die Inflation von Sehnsuchtsfeedback, welches dann auch im Alltag erwartet wird. Eine längere, und damit meine ich ein paar Stunden, Unaufmerksamkeit sorgt bei Mitmenschen für Unruhe. Nur ein Daumen nach oben, ein Kommentar oder reales Feedback schafft es dann zu beruhigen?

Ist es wichtig, was andere von dir denken?

Nein – ist es nicht. Solange du tust was dir Spaß macht,  wobei du dich wohl fühlst und was dir gut tut. Lass dir deinen Spaß nicht nehmen! Mache dir keine Gedanken (wie perfekt) du wirkst! Besonders bei den Äußerlichkeiten, dem konfigurierbaren Scheinbild eines Menschen, geht es nicht darum für andere zu wirken.

Eine sehr gute Bekannte empfindet es als unmöglich mit einer Alditüte „erwischt“ zu werden. Ich frage mich bis heute warum. Es ist doch nur eine Tüte, die ihren Zweck erfüllt. Schon er Gedanke darüber, was andere denken, ist absurd. Andere Mitmenschen hingegen brauchen ein gewisses Markenbewusstsein um das Land hinter der eigenen Grundstücksgrenze zu betreten. Ich habe es tatsächlich schon erlebt, dass Jemand ein Kleidungsstück toll fand, es jedoch nicht kauft weil es keine Marke war. Das sind nur 2 einfache Beispiele. Sie zeigen wie das „was andere über mich denken (könnten)“, das eigene Sein verbiegen kann.

Auch bei Handlungen wird dieser Gedanke im Hirn verarbeitet. Viele Erwachsenen kribbelt es etwas Tolles zu tun, etwas was sie als Kind gern gemacht haben. Doch sie machen es nicht, weil andere „etwas denken“ könnten. Sowas macht doch ein Erwachsener nicht mehr, das machen nur Kinder. Und genau hierbei wird die Grenze sichtbar. Kinder tun was ihnen Spaß macht, weil sie sich einen Dreck scheren was andere denken, … und sich dabei im selbigen wälzen. Den Erwachsenen fehlt dies und spätestens wenn sie dann einen „Du kannst doch nicht.“ Satz rauslassen, engen sie den Spaß ein. Einige Male gesagt wird dann auch das Kind sich Gedanken darüber machen, was andere denken. Es wird erwachsen.


Sei nicht zu erwachsen! Lass es dir egal sein, was andere über dich denken. Hierbei hilft dir ein gesundes Selbstbewusstsein, dir selbst bewusst zu sein. Fange damit an dich und deine Gefühle vom Denken anderer abzukoppeln. Zerstöre die Erwartungen anderer und befreie dich! Sei du selbst, und sei nicht andere. Was andere von dir denken ist egal. Dies mag jetzt wie ein Aufruf zum absoluten Egoismus klingen … mitnichten. Ich schreibe die ganze Zeit vom DENKEN. Dem Konjunktiv in unserem Gehirn.

Sollten andere sagen was sie denken, dann ist dies eines der wertvollsten Geschenke. Das sollte dir alles andere als egal sein. Dafür musst du dankbar sein, auch wenn es eine vernichtende Kritik ist. Denn das ist echt und damit kannst du etwas anfangen. Daraus kannst du lernen, dich weiter entwickeln, wachsen.

Immer wenn die Tür hinter mir zu fällt, dann möchte ich, dass über mich geredet wird. Es wird auch über mich geredet, da bin ich mir sicher. Das geht jedem Menschen so. Doch was gesprochen und über mich gedacht wird ist mir egal. Und das sollte es dir auch sein. Befreie dich indem du:

  • das sagst was du denkst
  • das tust was dir wirklich wichtig ist
  • das anziehst was dir bequem ist
  • deine Ideen verwirklichst
  • dich mit Leuten umgibst, die du magst
  • dein Leben führst
  • du nicht in der Herde bleibst

Die Pillen gegen das Denken

Immer weniger interessiere ich mich, was andere denken. Dabei geht es mir immer besser und ich fühle mich freier. Vor einigen Jahren postete ich auf Facebook Bilder oder Texte und wartete darauf, dass es einen Kommentar oder ein Like gab. Nun bin ich weg von Facebook und habe viel Zeit und Freiheit gewonnen. Im WhatsApp bin ich von über 10 Gruppen nur noch 2 Gruppen, welche mit der Arbeit zu tun haben. Was andere denken ist mir mehr und mehr egal. Ein Daumen nach oben sagt gar nichts aus, ein Kommentar ist nur Text. Umso mehr schätze ich das was mir Freunde, Bekannte oder Kollegen persönlich vermitteln. Doch der Weg dahin ist nicht immer so einfach wie es klingt. Deshalb habe ich noch 2 kleine Erste Hilfe Pillen für dich:

Pille 1: (nach)fragen

Es bedarf einiger Übung und eines gesunden Selbstbewusstseins dieses EGAL zu entwickeln. Bist du selbst an einem Punkt, an dem es dir schwer fällt, dann nutze die Pille gegen das was andere Denken. Sie kostet dir nichts, du bist eine einzige Frage davon entfernt.

„Was denkst du von mir?“ / „Wie hast du mich in der Situation XYZ aus deiner Sicht erlebt?“

Diese Fragen öffnen die Gedanken anderer und bringen dir Klarheit. Du kannst einen Menschen oder eine ganze Gruppe fragen. Kein Grübeln mehr wie dich andere sehen. Das macht dir dein Leben viel einfacher.

Pille 2: Antikontroll Gedanke

Würdest du viel Zeit deines Lebens mit Dingen verschwenden, die du nicht beeinflussen kannst? Nein? Die Gedanken anderer über dich kannst du nicht ändern. Selbst das MakeUp des Lebens wird diese Gedanken nur ein wenig beeinflussen und im gleichen Atemzug neue erzeugen. Lasse los, was du nicht kontrollieren kannst. Hechle nicht nach Positiven über dich, nach Aufmerksamkeit. Diese kommt allein, wenn du authentisch bist. Ein Daumen nach oben macht dich nicht authentisch.  „Anerkennung ist eine Gier, besser lebst du ohne ihr.“ Dieser Gedanke kam mir vorhin und er bringt es auf den Punkt.

Möglicherweise sagst du jetzt: „Du möchtest doch auch mehr Aufmerksamkeit mit diesem Blog hier.“. Nicht wirklich. Mein Ziel ist es Menschen zu helfen. Mehr Anerkennung bekäme ich schnell beim posten von mehr Finanzthemen und gründen einer Facebookgruppe für diese Seite. Ich schreibe lieber über dieses Thema hier, weil es mir wichtig ist und Spaß macht. Gibt es dann Anerkennung, dann finde ich das natürlich gut. Diese ist dann authentisch.

Sei auch du authentisch! Sei mehr du selbst! Probiere es einfach mal aus. Mache etwas worauf du Lust hast und was andere nicht erwarten. Egal was andere denken. Es ist einfacher als du es dir vorstellst und dabei fühlst du dich so gut.

Viel Spaß dabei wünscht

Christian





3 thoughts on “Was denken andere von mir? Gedanken zu Anerkennung, Aufmerksamkeit und Egoismus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.