Wie kann ich wieder glücklich werden

Mit ein wenig Brot, etwas Wasser und ein paar Gramm Salz hat sich die Familie zum Abendbrot eingefunden. Die Eltern waren den ganzen Tag hart arbeiten und die zwei Kinder durften nach der Schule die ganze Wohnung sauber machen. Für Jeden bleibt eine halbe Scheibe Brot an diesem Abend. Während zwei Kerzen das Zimmer beleuchten, scheinen alle zufrieden zu sein, glücklich. „Wie kann man eine solche Situation als Glück empfinden?“, wirst du dich bestimmt jetzt fragen. Bis jetzt weißt du nicht, dass diese Familie die einzige in weiter Umgebung ist, die etwas zu essen UND ein Dach über den Kopf hat. Alle anderen Menschen müssen sehen wo sie einen Schlafplatz und Nahrung finden. Somit hat die Familie doch Glück gehabt, nicht wahr?

Glück ist relativ und liegt immer im Auge und in den Empfindungen des Betrachters. Ich möchte dich heute auf eine Reise mitnehmen in meine Gedanken zum Thema Glück. Wenn alles funktioniert, dann wirst du in ein paar Minuten mehr Glück empfinden.

Allein, dass deine Augen über diesen Beitrag wandern, ist schon ein richtiger Schritt in Richtung zu deinem Glück. Es entsteht erst dann, wenn du dich auch darauf konzentrierst. Kennst du die Dinge, die dich glücklich machen? Oftmals kann ich nicht verstehen wie Menschen im Glück ertrinken und es gar nicht merken. Im Gegenteil, in der fast schon perfekten Lebenssituation wird sich auf die wenigen „unperfekten“ Dinge konzentriert und das Leben verliert den großen Teil des Glücksfaktors. Hierbei gibt es aus meiner Sicht zwei entscheidende Punkte, die immer falsch gemacht werden. Zum einen fehlt es dem Glücksuchenden an einer gesunden Portion Dankbarkeit, und zum Anderen vergleicht er sich mit anderen glücklicher erscheinenden Menschen. Los geht es – meine sechs Tipps für dich.

Die Dankbarkeit …

ist eine der größten Energiequellen und Glücksfaktoren überhaupt. Hierbei geht es erst einmal darum zu begreifen, was einem gegeben wurde, und anschließend Dankbar zu sein. Jeden Morgen, vor dem Aufstehen, kurz nach dem Öffnen meiner Augen bin ich sofort dankbar. Ein weiterer Tag Leben wurde mir geschenkt. Dies allein macht mich schon so glücklich, weil diese kommenden Stunden mir alle Möglichkeiten geben. Ich kann mich mit lieben Leuten treffen, kann in die Natur, kann Sport machen, kann für andere da sein, kann bloggen, kann lachen, kann kreativ sein, kann diesen Tag nutzen. Dies, und noch sehr viele Dinge mehr, sind nur möglich, wenn ich früh wach werde. Und deshalb sehe ich in jedem Tag ein großes Dankeschön und eine Chance. Eines Tages werde ich früh morgens aufwachen und möglicherweisen nicht wissen, dass es mein letztes Aufwachen war. Und dann nicht dankbar sein, ist nicht richtig. Oder anderes ausgedrückt – stell dir vor du weißt beim wach werden, dass es das letzte Mal sein wird. Du würdest alles viel mehr genießen und dankbar sein. Das warme Bett, der bewusste erste Atemzug, die Sonne, … Es gibt so viele Menschen, die im Jetzt leben wollen, es jedoch nicht schaffen nach dem Aufwachen dankbar für einen neuen weiteren Tag zu sein. Da passt was nicht.

Deshalb versuche auch für dich jeden Tag nach dem Aufwachen, während du noch in deinem Bett eingekuschelt bist, zu begreifen, dass dieser Tag ein wertvolles Geschenk ist. Das dauert keine 10 Sekunden, ist jedoch schon ein Glücklich Macher.

Versuche anschließend die Sachen zu begreifen, die für dich selbstverständlich scheinen, jedoch nicht selbstverständlich sind. Dazu gehören:

  • Du hast einen Platz zum Schlafen
  • Du hast ein Dach über dem Kopf
  • Du musst nicht hungern
  • Du trinkst sauberes fließendes Wasser
  • Du bist gesund
  • Du hast viel mehr Möglichkeiten als Millionen Menschen (Internet, Strom, …)
  • Du lebst in Frieden

Dies ist für dich alles ganz normal. Doch wenn du mal erlebst, wie es ist nicht zu wissen wo du schlafen kannst bzw. dein nächsten Essen bekommst, dann sind diese Dinge dankenswerter Luxus. Sei dafür ehrlich dankbar, und halte dir auch diese Vorzüge selbst vor. Schaffst du es dieses Denken und Danken zur Gewohnheit werden zu lassen, dann bist du deutlich glücklicher – versprochen.




Glück sieht man oft immer besser bei anderen

Ist dir schon mal aufgefallen, dass es so scheint, als hätten „die Anderen“ immer mehr Glück? Als würde das vierblättrige Kleeblatt nicht im eigenen Garten wachsen wollen. Doch warum ist das so?

Viele Menschen empfinden Dinge, die sie nicht haben, und dazu gehört das Glück, bei anderen, als wertvoller. Ich möchte dies einmal einen einem emotionslosen Statussymbol verdeutlichen. Dr. Pech ist ein leidenschaftlicher Fan von alten schnellen Sportwagen. Er mag die schweren, flachen und kraftvollen Autos. Immer wenn er unterwegs ist fallen ihm genau diese Autos auf und er kann es nicht begreifen, wie viele Menschen es gibt, die einen solchen Sportwagen besitzen. Für Dr. Pech scheinen diese Menschen glücklicher, denn sie besitzen ja diesen Wagen. Dieses Denken lenkt seine Konzentration immer auf andere. Das schlimme dabei ist, dass Dr. Pech damit sein eigenes Glück mehr und mehr übersieht.

Das hat dann wiederum zur Folge, dass sich langsam und schleichend das Denkmuster „Ich habe (nur) Pech, und alle anderen nicht.“ Ins Gehirn einbrennt. Im schlimmsten Fall konzentriert sich Dr. Pech nicht auf sein Glück, sondern handelt namensgerecht und schaut nur auf sein Unglück. Es entsteht eine Unglückssprirale und das nur weil auf das Glück anderer mehr wert gelegt wird.

Sei egoistisch und achte mehr auf DEIN eigenes Glück. Verbinde dies am besten mit deiner Dankbarkeit.

Glück kommt von TUN

Angenommen du bist im Urlaub und verbringst die Tage mit relaxen und nichts tun am Strand. So ein richtig fauler Urlaub. Die letzten Wochen waren sehr stressig und du hast es dir schließlich verdient. Schätze mal wie viel Glück dir in dieser Zeit „zufliegt“! Nicht wirklich viel.

Und nun stelle dir mal vor, du bist fleißig und hast viele Ideen. Diese setzt du kontinuierlich um und von zehn Ideen scheitern acht bis neun. Nur eine, maximal zwei, davon wachsen zu Erfolgen heran. Du ruhst dich jedoch nicht darauf aus, sondern machst weiter, egal wie viele Ideen oder Aktion im Sande verlaufen. Am Ende hast du genügend Erfolge und dies hat nichts mit Glück zu tun. Aus deinen Aktionen entsteht immer Glück. Es will sich verdient werden. Wer nichts tut hat selten Glück.

Wie oft höre ich den Satz: “Ich habe auch überhaupt kein Glück.“. Manchmal frage ich dann entgegnend: „Was hast du für dein Glück bis jetzt getan?“. Die Antworten darauf sind sehr mangelhaft und ohne Inhalte. Es gibt Menschen, die warten darauf, dass das Glück vorbei schaut, anstatt sich selbst auf die Suche zu begeben. Wenn du auch das Gefühl hast, kein Glück zu haben, dann warst du nur zu träge dafür was zu tun. Ich möchte dir mal ein paar Beispiele aufzeigen:

  • Freunde und Familie sind kein Glück, sondern ein Ergebnis deines Handelns und Seins
  • Gesundheit ist kein Glück, sondern ein Resultat deiner Ernährung, deines Sports und deiner Pflege und Achtung des Körpers
  • Reichtum ist kein Glück, sondern ein Ergebnis von Sparen, Investieren und Risikobereitschaft
  • Freie Zeit ist kein Glück, sondern ein Resultat vom Nein – Sagen können und der eigenen Organisation und Prioritäten
  • Erfolg ist kein Glück, sondern das Ergebnis von Fehlen und dem daraus Gelernten

Auch eine gute Möglichkeit deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln, und somit aktiv etwas gegen dein Pech zu tun, ist das *Glücks – Projekt*. Hier bekommst du 3 einfache Strategien, die Dein Leben lebendiger, glücklicher & erfüllter machen. Und dann kann ich dir noch wärmstens diese zwei besonderen Bücher* empfehlen. Besonders Seneca beeindruckt mich immer wieder neu auf dem Gebiet des „Glücks und der Seelenruhe“. Klare Leseempfehlungen.

   

Siehst du, wie sich deine Taten auswirken können? Deshalb gewöhne dir an nicht zu lange faul am Strand zu liegen, sondern auch etwas für dein Glück zu tun.

Das TUN zieht nicht nur Glück an, es ist Glück. Immer nachdem du etwas getan hast, bist du stolz darauf, auf dein Tagwerk, und dieser Stolz macht dich zufrieden und auch glücklicher.

Vergleichen der Glückskiller

Moderne Kommunikation und soziale Netzwerke sind Glückskiller. Ein großer Teil der Postings bestehen aus Inhalten wie:

  • Was man tut?
  • Was man besitzt?
  • Welchen Erfolg man erreicht hat?
  • Aus vielen die besten ausgewählten Fotos.

Du wirst so regelmäßig mit diesen Informationen geimpft. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich damit beginnst zu vergleichen ist sehr groß. Auch im täglichen Leben besteht eine erhöhte Gefahr sich ins Vergleichen einzulassen.

Hierbei wird einer der größten Fehler überhaupt gemacht. Man kann Gefühle, und dazu gehört Glück, nicht vergleichen. Stattdessen vergleicht man mit „Ungefühlen“, wie Materialismus, Gegenstände und Taten Anderer. Das skurrile daran ist, dass dieses Vergleichen unglücklich macht, und somit wieder zu einem Gefühl wird.

Die wirklich wichtigen Dinge wie Glück, Seelenfrieden, Gleichmut und Co können nicht gut verglichen werden. Sie tarnen sich dazu noch sehr gut. So kann ein ruhig und gemächlich über die Straße laufender Mensch glücklicher sein, als eine Person bei einem Traumurlaub. Der Urlauber postet möglicherweise ein tolles Bild, auch nur ein Glücksmoment, der von seinem normalen tristen Leben ablenkt.

Ich hoffe ich konnte dir gut darstellen, dass es das Beste für dich ist, sich nicht mehr mit anderen zu vergleichen. Besinne dich auf deine eigenen unsichtbaren Gefühle. So wie das Vergleichen eine positive Seite haben kann, ich denke hierbei an Motivation und Ansporn, so kann es dein Glück im wahrsten Sinne des Wortes vernichten.

Unglück ist stärker als Glück

Die Konzentration auf schlechte Nachrichten, Unfälle und Dinge, die nicht so funktionierten wie sie sollten, bekommt eine höhere Aufmerksamkeit. Natürlich prägen uns vor allem die Nachrichten, doch auch in privaten Gesprächen finden „schlechte Dinge“ mehr Gehör. Dir ist bestimmt schon einmal aufgefallen, dass in Gesprächen immer wieder dieselben Themen Platz finden. Beginnend von Krankheiten, über Tod und Katastrophen aus den Medien, bis hin zu Opern in denen das „Mir geht’s schlecht und früher war alles  besser“ Lied gesungen wird. Obwohl das Leben an sich wundervoll und pures Glück ist, wird sich in Unglück gewälzt. Das kann sogar dazu führen, dass ein schöner und gelungener Tag durch eine Kleinigkeit zu einem schlechten Tag wird.

Vor einigen Jahren, ich war noch ein recht kleiner Bub, feierten wir einen Familien Geburtstag bei uns zu Hause. Es gab sehr viele Gratulanten und Besucher, gutes Essen, gute Stimmung und sogar das Wetter passte. Der ganze Tag war wunderschön, bis auf einer Begebenheit. Es gab am Abend einen kurzen Streit, bei dem es einfach darum ging, wer Recht hatte? Fünf Minuten wurde heiß diskutiert. Anschließend war alles wieder beim alten, also am Feiern. Von der zehn Stunden Geburtstagsfeier waren fünf bis zehn Minuten nicht so angenehm. Und dreimal darfst du raten worüber danach, auch Jahre später, vorwiegend gesprochen wurde. Es war der Streit. Obwohl es ein so gelungener Geburtstag war hat dieses kurze „Unglück“ mehr Gewicht in den Köpfen, als Essen, Stimmung, Wetter und Co.

Ein weiteres gutes Beispiel sind alte Menschen. Ab einem gewissen Alter kommen Sie in die Phase, in der Teile einfach vergessen werden. Das ist soweit normal und wird bestimmt auch mich irgendwann treffen. Ich habe im Umgang mit sehr alten Menschen festgestellt, dass vor allem die „schlechten“ Dinge den Weg ins Gehirn finden und darin verwurzelt werden.

Deshalb ist es für dich und dein Glück sehr wichtig rational auf dein empfundenes Unglück zu schauen und es nicht wichtiger zu machen, als es wirklich ist. Lasse dich nicht vom Unglück blenden.

Glück kannst du nicht kaufen

Zum Schluss noch der wichtigste Gedanke aus meiner Sicht. Glück ist ein Gefühl, und Gefühle kannst du nicht kaufen. Egal wie viel Geld du dafür bereit bist zu zahlen, es ändert nichts an deinem Gefühlszustand. Natürlich gibt es bezahlbare Dinge wie Autos, Reisen oder anderer Besitztum, jedoch bringt dir dies höchstens Glücksmomente, mehr nicht. Viele diese Momente bedeuten nicht automatisch, dass du dauerhaft glücklich bist. Im Gegenteil, sie wirken wie Zucker auf unseren Insulinspiegel. Nach dem Glückshoch, folgt meistens ein Tief, aus dem man nur mit weiteren (künstlichen) Glücksmomenten herauskommt. Wahres Glück breitet sich gleichmäßig aus und möchte gesehen sowie begriffen werden. Nicht nach Glück streben, sondern es sehen!

Übrigens macht die Werbung etwas ganz Gefährliches mit uns Menschen. Sie verbindet ihr Produkt mit deinem Glück und anderen positiven Lebensgefühlen. So habe ich noch nie Jemanden vor Glück schreien sehen, wenn er ein Paket bekommt. Auch machen kleine Preise nicht glücklich, so wie es ein Discounter bewarb. Es lässt sich einfach nicht gut verbinden, das Glück mit dem Geld.

Nimm dir einfach mal ein wenig Zeit und denke darüber nach, was dich wirklich glücklich macht. Du wirst bemerken, dass es die einfachen, menschlichen, die von der Natur gegebenen Dinge sind. Glücklich sein, bedeutet reich sein. Reich sein, bedeutet jedoch nicht glücklich zu sein.

Zusammenfassung

Ein für mich schwer zu beschreibendes Thema findet sein Ende. Ich hoffe der Artikel hat dich zum Nachdenken angeregt, und möglicherweise konntest du schon etwas mehr Glück finden, bzw. sehen. Versuche zukünftig dich auf die guten Dinge zu konzentrieren, denn das macht dich glücklicher. Tue auch was dafür und warte nicht, dass die vierblättrigen Kleeblätter in deinem Garten wachsen. Vergleiche dich nicht mit anderen und gebe dem „Unglück“ nicht mehr Aufmerksamkeit, als es verdient. Wenn du diese Ideen umsetzt, dann solltest du mehr und mehr zu einem glücklicheren Menschen werden. Und jetzt ganz zum Schluss verrate ich dir noch eine Besonderheit des Glücks. Du kannst es teilen und andere damit anstecken. Wie sagt noch mal ein sehr bekanntes Zitat: “ Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

In dem Sinne wünsche ich dir viel Glück

Christian


Möchtest du noch mehr zum Thema Glück lesen? Dann schaue dir die folgenden vier Bücher mal genauer an!

2 thoughts on “Wie kann ich wieder glücklich werden? 6 Gedanken für dein Glück

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.