Guten Tag,
ein wichtiger Schritt zu einer besseren Lebensqualität ist es mit dem Geld auszukommen, was Du verdienst. Vielen Menschen haben am Monatsende das Gefühl, dass die vorhandenen Ressourcen (Kontostand, Kühlschrankfülle, Restbenzin im Tank, …) sehr knapp werden oder auch nicht reichen. Einige Menschen möchten auch nur etwas mehr sparen um sich einen Traum zu erfüllen. Von der Urlaubsreise bis zum neuen Auto können auch hier die Wünsche verschieden sein.

Fakt ist, dass wenn Du keinen Schuldendruck (besser noch einen finanziellen Puffer) hast, dann bist Du sorgenfreier und besitzt mehr Möglichkeiten in deinem Leben. Jahrelang hatte ich das „Gefühl“, dass ich schon sehr gut haushalte war mir keiner groben Schnitzer bewusst. Dennoch habe ich mich entschlossen ein Haushaltsbuch zu führen und bin grad im 2. Monat. Das erste Resultat beeindruckt mich noch immer – ich bin schon fast ein wenig sauer auf mich selbst es nicht geführt zu haben in den letzten Jahren

Doch was ist ein Haushaltsbuch genau?

Ein Haushaltsbuch stellt alle finanziellen Einnahmen und Ausgaben zusammen. Und das Wort „ALLE“ ist hierbei sehr wichtig. Das Buch muss genau geführt werden um auch einen lückenlosen Überblick zu gewährleisten. Geführt wird es Monatsweise, so dass Du schnell sehen kannst ob Du dich finanziell übernommen hast oder was sparen konntest. Weiterhin siehst Du ganz schnell wo das Geld bleibt und eliminierst sehr schnell „Geldfresser“. Wie Du es führst ist dir selbst überlassen. Ob es wirklich in Buchform geführt wird oder per App. Ich selbst führe es in einer Excel Tabelle. Im Grunde genommen kümmerst Du dich wie ein Unternehmen um die finanziellen Angelegenheiten – halt nur für dich.

Wie funktioniert das Haushaltsbuch?

Ganz einfach, aber auch so schwer. Jede Einnahme und jede Ausgabe muss notiert werden. Zu den Einnahmen gehören Beispielsweise Lohn, Kindergeld, Dividende und Erlöse aus Verkäufen (Kleinanzeigen, Flohmarkt) und bei den Ausgaben sind auf jeden Fall die laufenden Kosten (Strom, Miete, Heizung, Benzin), Freizeit (Kino, Feiern,…), Nahrungsmittel und vieles mehr.

Dies sollte wie folgt aussehen:

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Zum Datum solltest Du notieren ob es sich um eine Einnahme oder Ausgabe handelt und dann solltest Du eine Kategorie dazu notieren und eine Unterkategorie. Dies ist wichtig um am Ende des Monats schneller einen Überblick zu bekommen. Zum Beispiel wie viel Geld habe ich nur für Lebensmittel ausgegeben und wie viel benötigte ich für die tägliche Pausenverpflegung.
Jeder Posten – wirklich jeder muss notiert werden. Also auch der Cafe2Go für den schmalen Betrag.

Ich selbst notiere mir im Laufe des Tages die Barbeträge oder lasse mir Kassenzettel geben. Abends trage ich dann alles in die Tabelle und fertig. Einmal in der Woche schaue ich ins Onlinebanking und trage alle Beträge welche auf oder von Konten flossen nach. Das klingt nach viel Arbeit – ist es jedoch nicht. Es dauert ca. 3 Minuten am Tag – also genauso lang wie Zähneputzen 🙂

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Und was nutzt mir der ganze Aufwand?

Wenn Du alles sorgsam und gewissenhaft führst, dann siehst Du wie Du den Monat abschließt. Steht da am Ende ein Plus, dann hast Du gut gewirtschaftet und kannst stolz auf dich sein. Beim Minus heißt es Obacht geben und schon mal zu schauen, was für das Minus verantwortlich ist. Vielleicht eine größere Sonderausgabe wie zum Beispiel eine Autoreparatur?

Dann kannst Du auch fix ermitteln (Einnahmen – Laufende Kosten) wieviel Geld Du generell über hast für dich. Wenn Du das dann durch 30 teilst, dann hast Du den täglich ausgebbaren Betrag.
Weiterhin siehst Du nach den ersten Monaten, was deine Geldfresser sind. Und das ist ein entscheidender Punkt. Wenn Du zum Beispiel jeden Tag einen Kaffee auf den Weg zur Arbeit kaufst. Dann macht das im Monat schon mal 30 – 50 Euro aus. Findest Du 2 oder 3 von diesen Geldfressern, dann hast Du recht fix 100 – 150 Euro im Monat ausfindig gemacht, die Du sparen kannst.

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Der wichtige Punkt ist es sich mal bewusst zu machen was mit den privaten Finanzen passiert. Viele Menschen leben ohne einen Gedanken daran zu verschwenden und wundern sich dann, wenn sie nicht von der Stelle kommen. Spätestens, wenn Du am Ende des Monats dem nächsten Gehalt entgegen fieberst, dann solltest Du Buch führen.

Ich habe bisher auch gedacht, dass ich sparsam und bedacht lebe. Zwei Monate Haushaltsbuch haben mir gezeigt, dass ich ohne an Lebensqualität zu verzichten auch noch mal 80 – 100€ lässig sparen kann. Macht über 1000€ im Jahr.

Hier noch mal die wichtigsten Punkte

1. Führe überhaupt ein Haushaltsbuch
2. Notiere jede Einnahme und jede Ausgabe
3. Kategorisiere jeden Eintrag
4. Ziehe am Monatsende Bilanz und schaue wo Du sparen kannst
5. Nutze das gesparte Geld für ein besseres Leben (keine Schulden, Urlaub, Hobbies, …)

Einige Menschen führen sogar ein Haushaltsbuch und sparen dadurch eine ganze Stange Geld. So dass sie nicht mehr so viel Arbeiten müssen. Das ein 30 Stunden Vertrag gut ausreicht anstatt einem 40 Stunden Arbeitsvertrag. Also eine Woche „frei“ jeden Monat.

Mache dir mal die Mühe und führe selbst Buch. Du wirst überrascht sein – bin ich mir sicher.

Hast Du Fragen oder Anmerkungen, dann schreibe einfach in den Kommentar.

Vielen Dank
Christian

5 thoughts on “Kein Geld am Ende des Monats? – Das Haushaltsbuch

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