depot update passives einkommen

Erfolgreiches Investieren ist wie das Stechen eines Tattoos. Es ist immer mit (Verlust)schmerz verbunden, danach fühle ich mich jedoch besser und es macht mich auf längere Sicht  zufrieden. In den letzten 2 Monaten war es besonders schwer. Der Körper schien überzogen von Tattoos und es gab keinen Platz mehr für ein weiteres neues Werk. So kann ich die Lage im Bereich meiner Investitionen am besten beschreiben. Nachdem Donald Trump ein wenig Zunder ins Weltgeschehen brachte, stiegen die Kurse, der Euro verlor an Wert und es fühlt sich schon ein wenig beängstigend für mich an, wenn die Weltindizes an ihren Höchstmarken kratzen. Auf meiner Watchlist stehen einige gute Werte, die ich zu den aktuellen hohen Kursen nicht kaufen möchte bzw. wo es mir schwer fällt. Besonders die Strategie antizyklisch zu investieren geht derzeitig nicht auf. Meine letzten 2 Depot Updates findest du unter:

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Nicht investieren ist auch keine Lösung

Durch diverse Bonies meines Arbeitgebers und einer bescheidenden Lebensweise in den letzten Monaten waren einige Reserven zum Investieren vorhanden. Dieses Geld möchte ich nicht auf dem Girokonto liegen, und seinen Wert verlieren, lassen. Investieren in Vermögenswerte ist einer meiner Schlüssel um finanziell freier zu werden. Weiterhin ist mein Ziel auch dieses Jahr meine Erträge durch Dividenden und Rückflüsse zu erhöhen, auf mindestens 1.576 Euro nach Steuern. Dies bedeutet, dass ich mich nicht zurücklegen kann. Ausruhen auf den Lorbeeren des letzten Jahres ist nicht drin. Nicht investieren ist somit nicht die Lösung. Ich entschied mich dabei vorsichtiger zu agieren. Die Hälfte des verfügbaren Kapitals wurde investiert und die andere Hälfte bleibt in Warteposition, landet unter Umständen aufs Festgeldkonto. Reserve für den nächsten Crash.

280 Euro mehr Dividende 2017

Wie schon vor einiger Zeit, in der ich beim Investieren mich nicht zwischen Visa und Mastercard entscheiden konnte, teilte ich meine Wahl in mehrere kleinere Wertpapierhäppchen ein. Mein Augenmerk lag dieses Mal auf starke Dividendentitel, nicht auf Wachstumswerte. Ich möchte diese Werte langfristig behalten, und im Falle eines Crashs erhoffe ich mir (wenigstens gute) Rückflüsse. Die Investitionen sollen schließlich für mich arbeiten. Sie können gern die Hälfte ihres Wertes verlieren, solang Geld zurück fließt.

Dieses Mal berechnete ich im Voraus welche Rückflüsse mich erwarten. Dafür nahm ich die Rückflüsse des letzten Jahres pro Aktie und multiplizierte sie mit der Anzahl der gekauften Stück. Anschließend zog ich die 15% Quellensteuer ab und verrechnete mit dem aktuellen Dollarkurs. Am Beispiel von

Vereit – A14XJT

sieht die Rechnung wie folgt aus. Es wurden im letzten Jahr $0,56 pro Stück gezahlt. Bei 150 gekauften Aktien macht dies $71,40. Minus 15% Quellensteuer und als Umrechnungskurs 1,05 ergeben 68 Euro Rückflüsse. Bei gleicher Dividenden Performance rechne ich dieses Jahr mit diesen Renditen.

Und schon bin ich beim ersten Wert angekommen, Vereit. Hierbei handelt es sich um einen der Vertreter von REITs, Real Estate Investment Trusts. Mit einem Gesamtkapital von über 17 Milliarden Euro habe ich mir einen „größeren“ Wert ins Depot geholt. Vereit unterhält über 4000 Immobilien in Amerika, in verschiedensten Bereichen. Darunter gehören zum Beispiel Einzelhändler, Restaurants, Bürogebäude, Industrie und Vertriebsimmobilien. Derzeitig werden 6,4 Prozent Dividende ausgeschüttet, wobei gerade einmal 70 Prozent der Gewinne an die Aktionäre gehen. Da ist Luft nach oben bzw. Platz für Reserven. Auch wenn der Gewinn pro Aktie zu wünschen lässt, habe ich mich dafür entschieden. Noch verrückter wird es beim nächsten neuen Titel in meinem Depot. Ein ETF konnte sich zu meinem Portfolio gesellen.




ISHARES JPMORGAN USD EMERGING MARKETS BOND FUND – A0NECU

Der ETF strebt an, soweit dies möglich und umsetzbar ist, in festverzinslichen Wertpapieren (Anleihen) zu investieren. Er bietet Zugang zu in US-Dollar denominierten Staatsanleihen und Staatsanleihen-ähnlichen Rentenpapiere aus den Emerging Markets (Schwellenländern). Die Anleihen umfassen sowohl Investment-Grade-Anleihen (d. h. Anleihen, die über eine bestimmte Kreditwürdigkeit verfügen) als auch Wertpapiere mit einer Bonitätseinstufung unterhalb von Investment Grade und notleidende Wertpapiere.

So lautet zusammengefasst die Beschreibung. Da ich noch keinen Anleihen ETF im Portfolio habe, passt dieses Puzzleteil sehr gut. Dazu noch Schwellenländer und das ganze „chancenorientiert“. Genau mein Ding. Was mich auch beeindruckt hat, sind die monatlichen Ausschüttungen dieses Wertes. Auf das Jahr gesehen waren es 2016 ganze 5,3 Prozent. Mit dieser Erwartungshaltung gehe ich in das Investment für 2017 und dies bringt mir, wenn alles glatt läuft 55 Euro Rückflüsse, zirka 4,50 Euro pro Monat.

Drei Aktien Engel für Christian

Das restliche Trinkgeld habe ich in drei Werte investiert, welche schon in meinem Depot verankert sind. Hierbei handelt es sich um High Yield Aktien. Titel mit einer sehr hohen Ausschüttungsquote und somit guten Rückflüssen. Folgende drei Kandidaten habe ich nachgekauft:

  • 13,16% – Fifth Street Finance – A0Q4AR
  • 11,59% – PROSPECT CAPITAL – A0B746
  • 7,81% – OMEGA HEALTHCARE – 890454

Bei gleichbleibenden Dividendenausschüttungen gibt es allein in den nächsten zwölf Monaten 156 Euro Rückflüsse, macht in den nächsten 30 Jahren 4680 Euro passives Einkommen.

Natürlich gehe ich mit den High Yield Titeln ein größeres Risiko ein, als mit den Dividendenaristokraten, doch die Mischung machts. Ohne dich für eine Strategie mit klaren Zielen entschieden zu haben, solltest du diese Titel nicht wahllos einkaufen und darauf vertrauen, dass alles gut wird. An diesen drei Aktien wird dafür sehr gut sichtbar, dass es auch in der heutigen Zeit gut möglich ist, das Geld arbeiten zu lassen. Einmal gekauft, bei einer Buy and Hold Strategie, schaffst du dir ein sehr gutes passives Einkommen.

Wie geht’s weiter?

Selbstverständlich werde ich nicht in 2017 nur in High Yields investieren. Zu risikoreich und auch recht langweilig. Mir spuken zwei Dinge im Kopf herum. Auf der einen Seite bin ich auf Ausschau nach Small, besser noch Mikro, Caps. Das sind kleine Unternehmen mit sehr guten Wachstumschancen. Hier setze ich klar auf Wachstumsgewinne. Vor allem die Kleinen haben noch viel Luft nach Oben, nicht so wie große Player (Apple und Co)26. Und weiterhin werde ich mein Depot noch mit ein paar klassischen Dividendenaristokraten erweitern. Meiner Meinung nach ist dies eine gute Zusammenstellung:

  • High Yield Aktien
  • Micro bzw. Small Caps
  • Dividendenaristokraten

Denn am Ende macht es die gute Mischung. Investieren ist ein wenig wie einen Cocktail mischen. Alles ins Depot, einmal schütteln und gut ziehen lassen. Dann achtsam sein, sonst gibt es einen Kater.

In dem Sinne wünsche ich dir viel Erfolg bei deinen Investitionen und Projekten

Christian

Wichtig: Alle genannten Aktientitel und Strategien basieren auf meiner persönlichen Meinung und Erfahrungen. Solltest du dich dadurch inspiriert fühlen, dann handelst du auf eigene Gefahr und mit eigener Verantwortung. Das nennen dieser Titel stellt keine Kaufempfehlung dar und ist gleichzeitig auch nur ein Teil meiner persönlichen kompletten Strategie. Passend zum Thema empfehle ich dir folgende Literatur*:

3 thoughts on “Depot Update Januar – Verzweifelt in High Yield Dividenden Aktien investiert?

  1. Ich habe mir letztens mal zum „Spaß“ eine (1) Aktie von Prospect Capital gekauft, quasi mein erster Aktienkauf um mal zu sehen, wie das mit Kaufen und Dividenden so von Statten geht.

    Die Aktie bleibt ja quasi permanent auf der Stelle, so um 8€ rum, aber schüttet jeden Monat aus. Manchmal denke ich schon, dass wäre so ne Art besseres Tagesgeldkonto. 😉

    Allerdings habe ich mich jetzt erstmal entschlossen in zwei ETF’s zu investieren, MSCI World und EM.

    1. Guten Abend Immanuel,

      das ist ja mal ungewöhnlich eine (1) Aktie zu kaufen. Die Gebühren hauen da ganz schön rein 🙂 Aber es ist eine gute Möglichkeit zu lernen. Ich kann dir dennoch wärmsten empfehlen, dass du dich mit den Unternehmen hinter der Aktie beschäftigst. Was macht die Firma? Wie verdient sie ihr Geld? Welche Risikofaktoren gibt es? Ich habe früher vor vielen auch mal zum Spaß 2.000 Euro investiert, und daraus weniger als ein 1 Euro gemacht – kein Scherz. Ich denke mal am Ende macht es eine gute Mischung, Diversifikation. Und da bist du mit ETFs auf sichereren Gebiet. Man muss halt immer abwägen zwischen 100% sicher (Tagesgeld) und unsicherer (Aktien, ETFs und Co).

      Ich wünsche dir viel Erfolg beim weiteren Investieren

      Christian

  2. Hallo Christian!
    Unsere Strategien ähneln sich offenbar sehr. Auch wir kaufen abwechselnd Dividendenaristokraten, High Yields und von uns so genannte „Basisinvestments“ (Nestle u.ä.). Die Mischung macht’s halt.

    Omega Health Care steht in Kürze bei uns zum Kauf an und das ist ja eine interessante Mischung aus High Yield und Dividendenwert, denn zuletzt wurde die Dividende immerhin 18 Quartale in Folge erhöht.

    Weiter viel Erfolg!

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