Passives Einkommen und Finanzielle Freiheit erreichen in drei Schritten

Wer hat Angst vor passiven Einkommen? Keiner. Wer geht den Weg zur finanziellen Freiheit? Wenige. Wer liest diesen Beitrag bis zum Ende? Du. Wer möchte das Grundrezept für die finanzielle Freiheit wissen? Alle.

Und genau diese Rezeptur gibt es heute im folgenden Beitrag. So wie bei Asterix und Obelix nur wenige Zutaten in den Zaubertrank gehören, der die Gallier unbesiegbar macht, genauso benötigt es nur drei Zutaten für deine Finanzielle Freiheit. Es ist kein Hexenwerk und ich bin mir sicher, dass das Umsetzen der folgenden drei Schritte dir deine gewünschte Freiheit bring. Beginne ich mit der ersten Zutat bzw. dem wichtigsten Schritt.

Schritt 1 – Verdiene mehr als du verbrauchst [Spare]

Dieser erste Schritt ist DIE Grundlage für deine finanzielle Freiheit. Einfach ausgedrückt musst du es nur schaffen jeden Monat weniger Geld auszugeben, als zu verdienen. Dadurch erlangst du ein immer größeres Geld Polster bzw. eine finanzielle Reserve. Klingt logisch und einfach, nicht wahr? Ist es auch. Doch wie bekommst du auf einfache Art und Weise heraus ob du auf einen guten Weg bist? Hierfür empfehle ich dir die Dagobert – Methode, ich nenne sie immer so. Einmal im Monat bestimmst du dein gesamtes Vermögen, und gehst dabei wie folgt vor:

Beim ersten Mal erstellst du dir eine Liste mit allen Geldkonten. Darunter fallen unter anderem Girokonto, Sparkonto und Festgeldkonto. Hast du alle Konten zusammengetragen, dann ermittelst du den jeweiligen Geldbestand und bildest eine Gesamtsumme.

Beispiel:

Herr Schmidt besitzt ein Girokonto (2417,34 Euro), ein Sparkonto (6500,00 Euro) sowie ein Verrechnungskonto (521,23 Euro). So beträgt sein kompletter Geldbestand 9438,57 Euro. Diesen gesamten Wert hat er am ersten des Monats ermittelt. Genau einen Monat später wirft er wieder einen Blick auf seine Konten und besitzt dann bereits 9584,15 Euro. So hat er (Geld)Vermögen aufgebaut und ganze 145,58 Euro am Monatsende übrig. Genauso wie Dagobert Duck seinen Goldspeicher im Blick hat, genauso weißt du mit dieser Methode jeden Monat wie deine Finanzen aussehen. Dabei ist es (noch) nicht wichtig ein Haushaltsbuch zu führen. Du benötigst erst einmal nur ein besseres Gefühl wohin es mit deinen Finanzen geht. Ich empfehle dir dies über mindestens drei Monate zu machen, damit du einen Durchschnitt bilden kannst. Schließlich ist nicht jeder Monat gleich.

Hier habe ich noch zwei Tipps für dich.

Blicke in die Vergangenheit

Solltest du deine Finanzen schon online führen, dann hast du oftmals die Möglichkeit die Kontostände der Vergangenheit anzuzeigen. So reist du in der Zeit zurück, musst nicht 3 Monate warten bis du den ersten Mittelwert bilden kannst.

Nutze Wiso MeinGeld

Ich bin schon seit Jahren zufriedener Nutzer von Buhls WISO MeinGeld*. Dies ist ein Programm um alle deine Finanzen zu verwalten mit direktem Zugriff auf deine Konten. Natürlich nur wenn du das willst. Der Vorteil hierbei ist, dass du auf Mausklick live ermitteln kannst wie groß dein gesamtes Vermögen ist. Egal ob Girokonten, Festgeldanlagen, Bausparverträge oder Depots – alles kannst du sehr zentral verwalten. Weiterhin hast du die Möglichkeit auf Klick ein Haushaltsbuch zu führen bzw. deine Einnahmen und Ausgaben zu verwalten. Ich liebe es am ersten des Monats auf den Knopf zu drücken und eine Zahl zu sehen. Es motiviert mich unwahrscheinlich stark, wenn ich sehe wie in vielen kleinen Schritten über die Zeit doch ein beachtlicher Betrag entsteht. Bestellen kannst du WISO Mein Geld hier*. Beim Herrn Schmidt würde es bedeuten, dass die 145,58 Euro in 35 Jahren bei 6 Prozent Rendite sagenhafte 200.000 Euro angespart werden.  Wahnsinn, nicht wahr?

Solltest du kein Plus haben von Monat zu Monat, dann hast du nicht nur keine Chance auf die finanzielle Freiheit, die Gefahr in die Schuldenspirale zu gelangen ist sehr hoch. Die Dagobert – Methode kann so auch ein guter Alarmgeber sein, was deine finanzielle Zukunft angeht. Ist kein Geld am Monatsende über, dann brauchst du Hilfe. Schaue unbedingt in folgende Beiträge.

Diese drei Bücher kann ich empfehlen, da sie dir helfen am Monatsende mehr übrig zu haben.

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Schritt 2 Investiere und Spare alles [Entscheide]

Mit deinen monatlichen Geld Rest geht es ans Eingemachte. Hier ist deine Entscheidungsfähigkeit gefragt. Es ist nicht selten, dass Menschen gut sparen können und dann nichts mit dem Geld anfangen bzw. es arbeiten lassen. Nachdem ein größerer Betrag angespart wurde, wird es ausgegeben, da die Motivation des Geldvermehrens fehlt. Hast du einen Betrag am Monatsende übrig, dann lasse ihn immer arbeiten. Entscheide dich dafür den Pfad der finanziellen Freiheit zu betreten. Im ersten Schritt ist es völlig egal wie es sich vermehrt, wichtiger ist das es mehr wird.

Angenommen du hast am Monatsende 150 Euro mehr Reserven als den Monat zuvor, dann nehme dieses Geld und packe es zumindest auf ein verzinstes Tages oder Festgeldkonto. Derzeitig ist die Rendite eher mager, doch um finanziell frei zu werden zählt jeder Cent. Schau ruhig mal hier auf „Live Tages und Festgeld Vergleich“ was dein gespartes Geld bringt. Wiederholst du dieses Sparen in den folgenden Monaten, dann wirst du überrascht sein wie viele kleine Haufen einen doch beachtlichen Betrag ausmachen können. Nach einem Jahr sind dann bereits knapp 2.000 Euro zusammengekommen. Vor vielen Jahren in meiner Jugend habe ich dieses Prinzip in ähnlicher Form angewendet. Alles Geld, meist das Kleingeld, kam in eine Spardose. Über die volle Dose durfte sich dann die Bank freuen, und einige Jahre später hatte ich fast unbemerkt 5.000 Mark auf dem Konto.

Während der erste Geldhaufen wächst kümmerst du dich um deine finanzielle Bildung. Mit den mageren Zinsen darfst du dich nicht zufrieden geben um finanziell frei(er) zu werden. Es sei denn du wirst einige hundert Jahre alt. Versuche dir ein grundlegendes Verständnis zum Thema Geld anzueignen. Auch wenn ich es schon öfter empfohlen habe, lege dir das Buch „Der reichste Mann von Babylon*“ zu. In dieser Lektüre kannst du in Geschichtsform lesen, was Geld wirklich ist und wie es clever investiert wird. Diese knapp 10 Euro sind meiner Meinung nach eine der allerbesten Investitionen, die du je machen wirst. Alternativ klicke dich in meinen Beitrag „10+1 kostenlose Hörbücher für deinen Erfolg und finanzielle Freiheit“, damit du ein paar Inspirationen bekommst. Einer der großen Fehler auf den Weg zum passiven Geldfluss ist nicht zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Hier einmal ein paar Beispiele und die Buchempfehlung dazu, welche dir den Einstieg in des jeweilige Gebiet erleichtert.

Es gibt unzählige Optionen dein Geld gut anzulegen. Dabei sind Rendite über fünf Prozent oft realistisch. Nutze die Zeit in denen dein erster kleiner Geldberg wächst, eine Anlageform herauszusuchen mit der du dich wohl fühlst, die du verstehst, die dir liegt. Am erfolgreichsten bist du auf dem Weg zur finanziellen Freiheit, wenn es dir Spaß macht, nicht unbedingt des Geldes wegen. Denke immer wieder daran! Eine spaßfreie Anlageform sorgt auf Dauer dafür, dass du früher oder später aufhörst zu sparen und zu investieren. Nach der Entscheidung für DIE erste Anlageform fange direkt an in kleinen Beträgen zu investieren.

Für mich war es damals wichtig in ganz kleinen Beträgen zu starten. So konnte ich die Feinheiten der Anlage begreifen und ich lernte wie ich emotional mit Geld umgehen kann. Diese Lektionen sind unbezahlbar. Solltest du dir deiner „Lieblingsanlageform“ noch nicht sicher sein, dann versuche dich an zwei oder drei verschiedenen. Wichtig ist, dass du überhaupt anfängst und Entscheidungen triffst. Achte stets darauf, dass dir der Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögen bewusst ist. Ein Blick in „Poor Dad, richt dad.*“ klärt dich vollkommen auf und spätestens dann wirst du merken, dass einen eigengenutzte Immobilie kein Vermögenswert ist, eher eine geldsaugende Verbindlichkeit. Auch sehr viele Denkanstöße und Motivationsgedanken findest du im Buch „Reicher als die XXXXXX“.

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Schritt 3 – Halte durch bis zum Ende [Kämpfe]

Regelmäßiges Sparen und Investieren sind die eigentlichen zwei Schritte für die finanzielle Freiheit. Beides sind Gewohnheiten und Fertigkeiten, die sich angeeignet werden können. Ein Großteil aller Menschen wird damit nach einiger Zeit gut klar kommen. Doch gibt es einen Faktor, der zwischen Erfolg und Versagen entscheidet. Deine Durchhaltekraft ist gefragt. Diese fehlt den meisten Schülern und sorgt dafür, dass ein guter Weg zum ausreichenden passiven Einkommen nicht bis zum Ende gegangen wird.

Je mehr du auf der hohen Kante hast, desto freizügiger wird das Geld ausgegeben. Ein Effekt und Denkfehler, der vielen die finanzielle Freiheit zerstört. Erst einmal 100.000 Euro erwirtschaftet ändert sich der Blickwinkel zum täglichen Leben. Dinge, die dir mit einem Kontostand von 100 Euro teuer erscheinen, sind es bei einem sechsstelligen Saldo nicht mehr. Du musst dich erst einmal daran gewöhnen Geld zu besitzen und nicht auszugeben. Das komplette Gegenteil des heutigen Kommerzes denken. Nicht arm leben, doch bewusst.

Die Devise lautet:“ Durchhalten“ bei diesem lebenslangen Marathon. Jeden Tag, jeden Monat über Jahre. Das ist der wahre Fels, den du bewegen musst. Hier drei Tipps, die dich motivieren können durchzuhalten.

Automatisiere deine Gewohnheiten

Versuche deine Investitionen zu automatisieren. Dies kann über einen Sparplan realisiert werden oder über eine eigene feste Strategie. So habe ich einige Aktien und ETF Sparpläne laufen. Zusätzlich reagiere ich immer wenn 1.000 Euro zusammengespart sind und investiere diese schnell. Nach einer Weile wird dieses Investitionsverhalten zur Gewohnheit und selbstverständlich. Je weniger du darüber nachdenken musst, wie dein Geld jedes Mal auf Neue investiert werden soll, desto besser.

Die wahren Schätze des Lebens – Dankbarkeit

Auch wenn du deinen Reichtum und Freiheit erschaffen möchtest, solltest du dankbar sein und dir immer wieder bewusst machen, dass die besten Sachen im Leben nichts kosten. Dazu gehören Gesundheit, Freundschaften, Ziele und Erfolge und viele andere Sachen, nicht das Geld. Die Bewusstheit über diese wertvollen Dinge des Lebens erleichtert dir den Umgang mit deinen Ressourcen. Sie sorgen auch dafür, dass du bereit bist (etwas) mehr Risiken einzugehen, die notwendig sind um deine finanzielle Freiheit zu beschleunigen.

Messe dich an anderen

Suche dir gleichgesinnte mit ähnlichen Voraussetzungen, die auf dem Weg schon weiter vorangekommen sind oder effizienter vorgehen. Gezeigt zu bekommen was möglich ist, motiviert auch enorm und spornt an. Auch ist der Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten intensiv und erfolgreich.

Bestimmt gibt es noch weitere motivierende Faktoren, doch diese drei sind meine Favoriten. Interessiert dich das Thema Finanzielle Freiheit und Motivation, dann schau dir folgende zwei meiner Beiträge an:

Wichtig ist am Ende des Tages, dass du immer so motiviert bist, dass deine Mission finanzielle Freiheit nicht vorzeitig beendet wird. Irgendwann kommt der Moment an dem du von deinen ersten Erfolgen motiviert wirst, dann beginnt es so richtig Spaß zu machen.

Zum Schluss kann ich dir noch empfehlen nach einiger Zeit noch weitere Investitionsmöglichkeiten zu nutzen um besser diversifiziert zu sein. Dies streut und verringert das Risiko welchem jede Investition unterlegen ist. Zusätzlich fördert es deine finanzielle „Gesamtbildung“.

Fazit

Es ist nicht schwer den Zaubertrank zur finanziellen Freiheit zu mixen. Natürlich kann dieser noch mit vielen weiteren Zutaten verfeinert werden. Doch die drei heute beschriebenen ergeben die einzig wahre Grund Mixtur. Schaffst du es also zu sparen, investierst du dieses Geld konsequent und hältst lange durch, dann machst du alles richtig und es ist nur eine Frage der Zeit bis du frei bist. In den nächsten Tagen folgt noch ein weiterer Teil zum Thema. In diesem geht es um die Gewürze, also Tipps und Tricks, die deinen passiven Einkommensstrom deutlich schneller fließen lassen.

Viel Erfolg wünscht an dieser Stelle

Christian



4 thoughts on “Passives Einkommen und Finanzielle Freiheit erreichen in drei Schritten

    1. Hallo Sebastian,

      das klingt gut. Ich denke mal der nächste Beitrag „Der Turbo für die finanzielle Freiheit“ wird dir einige Inspirationen geben können. Bis dahin wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg auf dem Weg zum passiven Einkommen.

      Christian

  1. Danke. Sehr interessant.

    Interessant wäre mal, wie man z.B. mit ETF einen Teil anlegt, um ein Auto in z.B. 10 Jahren zu kaufen, anstatt auf ein Tagesgeldkonto zu „parken“.

    1. Hallo Maggi,

      vielen Dank für deine Idee. Leider kann ich das nicht so pauschal beantworten, da einige Parameter unbekannt sind. Legst du 10.000 Euro bei guten 5 Prozent (Renditen) zehn Jahre an, dann sind daraus immerhin über 16.000 Euro geworden (ReInvest). Die einzige riskante Variable ist dabei, der Kurswert. Wenn genau in 10 Jahren eine weltweite Crashstimmung herrscht, dann ist es durch ausmöglich, dass du sogar weniger hast. Das ist nicht sehr wahrscheinlich, dennoch möglich. Im besseren Falle kannst du in 10 Jahren auch 23.000 Euro (5% Rendite + 5 Prozent Kursgewinn) daraus machen. Ich persönlich würde ein Konsumprodukt nicht via ETF Sparplan planen, besonders dann nicht wenn das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt entnommen werden soll.

      Einzig wenn du sehr flexibel bist, also in 7 – 14 Jahren ein neues Auto benötigst, dann ist die Chance höher einen Zeitpunkt zu „erwischen“ an dem sich dein Betrag gut entwickelt hat. Kurz – du fährst so lange mit deinem alten Auto bis der Kurs stimmt 🙂

      Einen schönen Tag wünscht

      Christian

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