lohnt sparen noch

Auch wenn der Esel kein Gold mehr scheißt, würdest du ihn krepieren lassen? Nur weil es ihm derzeitig nicht gut geht. Denn fütterst du ihn nicht, dann stirbt er. Wäre es nicht cleverer ihn zu pflegen bis er wieder gesund ist. So dann kann er wieder Gold kacken, aber richtig. Leider sterben derzeitig viele dieser Maultiere. Okay der Esel ist ein Sinnbild für Erspartes, doch wie einige Menschen denken, grenzt schon an eine Ausrottung dessen. Nur weil es kaum noch Zinsen gibt, schwirrt in vielen Köpfen, dass es sich nicht mehr lohnt Geld zurück zu legen. Es ist die Zeit des Weltspartages und ich möchte dir aufzeigen, warum sich sparen lohnt, jetzt noch mehr.

Ich kann mich noch erinnern wie ich vor einigen Jahren zur Weltsparwoche auf die Sparkasse ging. Schon damals recht sparsam, hatte ich 5000 Euro zusammen und freute mich über die Zinsentreppe. Im ersten Jahr gab es 3,75%, im zweiten schon 4,00% und im letzten Jahr gab es wahnsinnige 5 Prozent auf mein Gespartes. Nach 5 Jahren über 1000 Euro Zinsen. Der Esel in Hochform und es lohnte sich zu sparen. Derzeitig bekommst du knapp über 0 Prozent Zinsen, fast gar nichts. Selbst eine Geldanlage von 100.000 Euro bringt keine 100 Euro Zinsen nach einem Jahr. Geld was du anlegst bleibt liegen und vermehrt sich nicht. Immer öfter höre ich, dass es sich nicht mehr lohnt zu sparen, und andere Anlageformen keine Alternative darstellen. „Ich lebe jetzt“, ist das Credo vieler Mitmenschen, was bedeutet dass Sie keine Rücklagen für später bilden. Haben Sie Recht und sollte man nicht mehr sparen? Lohnt sich sparen noch?

Denkfehler Sparen

Viele wissen was sparen bedeutet, denken im gleichen Moment falsch darüber. Einfach ausgedrückt bedeutet es eine Ressource nicht zu nutzen, darauf zu verzichten, damit sie später bzw. länger verfügbar ist. Auch wenn es oft mit Geld in Verbindung gebracht wird, kannst du auf sehr viele andere Weisen, andere Ressourcen, sparen. An eine Art kann ich mich noch sehr gut erinnern. In meiner Teenagerzeit hatte ich ein voll cooles T-Shirt. Ich zog es recht selten an, weil ich noch lange was davon haben wollte. Der Gedanke daran, dass ich es zu schnell abtrage und nicht mehr anziehen kann, gefiel mir nicht. Ich „sparte“ und schonte es für später. Okay, keine so gute Idee. Ich wuchs aus meiner T-Shirtgröße heraus und konnte es nicht mehr anziehen, da es zu eng wurde. Doch bis dahin hatte ich sehr lange Zeit ein tolles Shirt. Ich hatte jedoch niemals den Gedanken, dass wenn ich das Shirt nicht trage eines Tages zwei davon werden. Es sich vermehrt. Genau diesen Gedanken haben sehr viele Sparer.

Für sie bedeutet sparen, dass sich das Geld vermehrt. Für mich nicht. Sparen ist der Vorgang des Verzichtens um später diese Ressource nutzen zu können. Und genau das ist der springende Punkt. Es lohnt sich immer zu verzichten, weil du später dann etwas hast. Doch wofür sparen in der Niedrigzinsphase?

Sparen für den Lebensabend

Wenn du noch 30 Jahre zur Rente hast und legst 150 Euro jeden Monat zurück, dann besitzt du zum Rentenbeginn 54.000 Euro. Und dieses finanzielle Polster ermöglicht dir einen angenehmeren Lebensabend. Auf der einen Seite kannst du es noch mal richtig krachen lassen und den Sugar Daddy Lifestile feiern, und auf der anderen Seite kannst du dir selbst aus diesem Wert eine extra Rente zahlen. So ist es möglich 10 Jahre lang jeden Monat 450 Euro zu entnehmen um deine Rente aufstocken. Soweit ich weiß fallen hierbei nicht mal Steuern an.



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Schutz vor unnötigen Krediten

Ein Leben ohne Reserven, am finanziellen Nullpunkt deiner Konten, birgt Gefahren. Solltest du nicht einmal den finanziellen Puffer (siehe Finanzielle Freiheit durch passives Einkommen) besitzen, dann kann ein Lebensereignis dir ganz schön deine Geldsuppe versalzen. Wie schnell stehen folgende Ereignisse vor deiner Tür:

  • Ein Umzug ist notwendig
  • Dein Auto geht kaputt und du brauchst ein neues
  • Du trennst dich von deinen Lebenspartner
  • Jobverlust
  • Gesundheitliche Probleme und teure Behandlungen und Zuzahlungen

Diese Ereignisse klopfen nicht an. Sie treten deine Tür ein, ob du magst oder nicht. Sie haben eins gemeinsam. Sie wollen dein Geld und warten nicht. Ohne Gespartes bleibt dir nur die Option auf Pump zu kaufen oder einen Kredit zu nehmen. Dies kostet dir Geld in Form von Sollzinsen. Und möchtest du in Niedrigzinszeiten derjenige sein, der die höchsten Zinsen zahlt? Nein? Dann lege regelmäßig ein paar Euro zurück um ungeplante Ausgaben kreditfrei zu meistern.

Sparen für bessere Zinszeiten

Wenn du jetzt nicht sparst, dann fehlt dir in besseren Zinszeiten das Geld. Was als antizyklisches Investieren in Aktien bekannt ist, funktioniert auch beim klassischen Sparen. Spare in Zeiten mit Niedrigzinsen, damit du in Zeiten guter Zinsen deinen Esel Gold scheißen lassen kannst. Sind die zinsguten Zeiten gekommen, dann ist es zu spät mit Geld zurücklegen anzufangen. Der Zug ist dann abgefahren.

Sparen für mehr Zeit, weniger Arbeiten

„Ich möchte jetzt Leben“ Menschen haben ein großes Problem. Sie verstehen nicht was sie sagen. Sie arbeiten 40 Stunden (oder mehr) obwohl sie es nicht müssten. Weniger Arbeiten bedeutet mehr Leben und hier präsentiert sich eine klare Rechnung. Angenommen du schaffst es durch einen vernünftigen etwas minimalistischen Lebensstil jeden Monat 20 Prozent deines Einkommens nicht zu verbrauchen, dann kannst du ein Fünftel weniger Arbeiten und hast diese 20 Prozent mehr Lebenszeit. „Ich möchte jetzt leben.“ macht nun mehr Sinn? In diesem Beispiel bedeutet das eine vier Tage Woche oder ungefähr 50 Tage mehr Urlaub im Jahr. Geben dir die aktuellen Zinsen keinen Anlass zum Sparen, dann arbeite doch weniger.

Sparen für eine gute Investition

Der nächste weltweite Börsencrash kommt bestimmt. In dem Moment wo die Märkte zusammengebrochen sind und keine Luft zum Atmen mehr bleibt, kann dich eine Investition reich machen. Es ist möglich die Niedrigzinsen um ein Vielfaches wieder zurückbekommen. Zurückblickend hätte 2009 eine 25.000 Euro Investition in den SMP 500, nach 7 Jahren einen jetzigen Wert von ungefähr 80.000 Euro. Das sind 18 Prozent „Zinsen“ pro Jahr.

Andere gute Investitionsmöglichkeiten sind Grundbesitz, Immobilien oder Firmenbeteiligungen. Je mehr Geld du schon mitbringst, desto leichter hast du es bei alternativen Investments. Das Sparen dahin lohnt sich.

Sparen um kein Verlierer zu sein

Bei einem Geldvermögen von 5.401.000.000.000 Euro privater Haushalte und 81,3 Millionen Deutschen besitzt Jeder zirka 66.000 Euro. Möchtest du „nur“ Durchschnitt sein, dann benötigst du diesen Betrag. 20.000 Euro auf der hohen Kante machen dich zum Verlierer. Das ist etwas hart ausgedrückt, es steckt trotzdem ein Teil Wahrheit drin. Natürlich sind die Rahmenbedingungen nicht bei allen Bürgern gleich. Diverse Möglichkeiten heutzutage, sind gegeben. Selbst wenn dir die Hochschulreife fehlt oder du keine Ausbildung hast, kannst du dich in alle Richtungen entwickeln und weiterbilden. Das Internet macht es möglich. Die Lektionen wie du mit deinen Geld umgehen solltest und gut sparen kannst gibt es umsonst. Durch Sparen kannst du dich an den Durchschnitt herankämpfen.




Das Gelderhaltungsgesetz

Geld geht nicht verloren, es wechselt nur den Besitzer. Das Energieerhaltungsgesetz ist auch auf Geld anwendbar. Denk doch mal ein wenig egoistischer. Das Geld was du nicht ausgibst, gehört keinem anderen. Auch wenn es recht zinslos auf dem Konto liegt ist es deins. Es auszugeben, nur weil es nichts abwirft, macht andere reicher. Möchtest du das? Nein? Dann motiviere dich mit dieser Denkweise immer etwas zurück zu legen.

TIPP: Sparen mal anders

Zum Schluss habe ich noch einen Spar Tipp, den ich noch nicht oft gelesen habe. Er lautet: „Spare, was du sparst.“ und bedarf einer Erklärung. Ich gehe mal davon aus, dass du öfter einkaufen gehst oder online shoppst. Und sehr oft davon kaufst du zu reduzierten Preisen ein. Sparpreise. Bei diesen Angeboten steht auch immer der originale Preis, meist durchgestrichen, darüber. Angenommen du findest in den Angeboten* ein Produkt, welches 24,99 Euro kostet und vorher für 34,99 Euro zu haben war. Beim Kauf sparst du somit 10 Euro. Du kaufst das Produkt und diese 10 Euro sparst du auf ein Konto. Tue so als würdest du alles zum originalen Preis kaufen und spare die Rabatte. Beim Lebensmitteleinkauf würde ich das nicht machen, doch bei allen „Spielereien“ des Lebens. Du wirst überrascht sein, wie viel sich da zusammen sammelt. Nur wenn du diesen Rabatt nicht ausgibst, sparst du.

Entgegen viele Meinungen habe ich dir heute hoffentlich gezeigt, dass Sparen lohnt. Auch, und besonders, in Zeiten wie jetzt. Stell dir mal vor in 5 Jahren gibt es zum Weltspartag wieder 5% Zinsen und du hast einen guten Betrag bis dahin, den du anlegen kannst. Gutes Futter für deinen gesunden Esel. Dann wird er Gold kacken, dass dir hören und sehen vergeht. Und falls dein Esel länger kränkelt, dann hast du mehr Geld als die Nichtsparer und kaufst dir einen Tesla (smile).

Viel Spar wünscht

Christian


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4 thoughts on “Weltspartag – lohnt sich sparen überhaupt noch? 5 Gründe dafür

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