Fünf Strategien zum Sparen: unnötige Ausgaben vermeiden

Es ist viel einfacher sparsam und bescheiden zu leben als Du denkst. Dabei meine ich jetzt nicht den unbequemen „Verzicht“ oder andere einschneidende Einschränkungen. Nein – es geht kinderleicht. Vor allem, wenn es zu einer Gewohnheit wird und dieses Sparen unbemerkt passiert. Wahnsinn! Ich zeige dir heute kurz und effektiv, wie du unnötige Ausgaben vermeiden und gute Euros zurücklegen kannst.

Übrigens ist dies ein Update des 2015er Artikels und aktueller denn je. Los geht es.

Warum sollte ich unnötige Ausgaben vermeiden?

Irgendwie steckt es bereits im Wort unnötig. Dabei ist diese Einstufung eine individuelle Ermessenssache und jeder Mensch auf dieser Welt definiert UNNÖTIG anders. Der wichtige Schritt diese Ausgaben überhaupt zu erkennen ist es, über seine (materiellen) Wünsche nachzudenken.

Was der Bauch sagt, muss dem Portemonnaie nicht unbedingt gefallen.

Ich erkenne unnötige Ausgaben meist zu spät nachdem ich eine Sache gekauft habe und dann (fast) nicht nutze. Spätestens beim Abstauben frage ich mich, wozu dieses Ding ist, wenn es rumsteht und keinen Zweck hat. Daraus habe ich gelernt und wende einen Trick an.

Bevor etwas gekauft wird, stelle ich mir zum einen vor, wie ich dieses Ding nutze bzw. brauche. Zum anderen (und das ist der Knackpunkt) überlege ich mir wie oft ich dieses Ding nutzen werde. Kurz ausgedrückt wird rational hinterfragt nachdem das Bauchgefühl auf Tauchstation gegangen ist. Und genau das bringt mich zum ersten Tipp…

1.) Die Schlaf-Drüber Schublade

Wenn Du deinen Blick durch die Wohnung schweifen lässt, findest du garantiert Sachen, welche Du irgendwann einmal teuer gekauft hast, jedoch fast nie brauchst. Unüberlegte Spontan-Käufe, die aus Herz und Bauch geschehen. (schmunzel) Das ist auch normal und kommt im sparsamsten Haushalt vor. Der größte Teil dieser Sachen ist das Resultat einer nicht durchdachten Entscheidung. Oftmals kaufst du aus einer spontanen Laune heraus oder weil die Werbung (TV-Spot, Sonderangebote) dich wieder um den Finger gewickelt hat.

Später ärgerst Du dich, dass Du etwas gekauft hast …

Hierfür habe ich die „Schlaf-Drüber-Schublade“ im Einsatz. Die Funktionsweise ist ganz einfach. Wenn ich einen (größeren) Kauf-Wunsch habe, dann schreibe ich es auf einen Zettel. Anschließend verbanne ich den Zettel in eine Schublade. Dann bleibt er (und somit der Wunsch) eine Woche liegen. Du glaubst gar nicht, wie oft du in dieser Zeit über deinen Konsum-Wunsch nachdenkst.

Nach der anfänglichen Kauf-Euphorie…

…klopfen die Gegenargumente des Wunsches an deine Schädeldecke.

Wenn ich nach einer Woche immer noch den Drang oder Bedarf fühle die Sache haben zu wollen, dann kaufe ich diese. Somit überliste ich die spontanen Bauchkäufe. Über die Zeit habe ich mir einige Sachen „erspart“, die ich auch zum heutigen Zeitpunkt nicht vermisse. Besser noch – ich schmunzle und sage mir: „Nur gut, dass Du das nicht gekauft hast.“

2.) Der Austausch-Trick

Besonders bei Kleidung und Schuhen funktioniert der Austausch-Trick. Wenn Du zum Beispiel ein neues Paar Schuhe kaufen möchtest, dann kannst Du das erst, wenn Du dich von einem alten Paar trennst.

Alt gegen Neu – so lautet die Regel.

Hast Du kein paar Schuhe, von dem Du dich trennen möchtest … dann darfst Du auch kein neues Paar kaufen. Das klingt jetzt ein wenig hart – jedoch sorgst Du auf der einen Seite dafür, dass Du nichts kaufst was Du eh schon hast. Auf der anderen Seite werden dein Kleider-Regal bzw. Schuhschrank nicht voller.

Dies funktioniert auch bei technischen Spielereien. Wenn Du dir zum Beispiel ein neues Notebook kaufen möchtest, dann trenne dich vom alten Notebook. Kannst Du das nicht, weil Du mit dem alten Notebook noch gut arbeiten kannst … brauchst Du kein neues Gerät. Punkt. Dieses ist übrigens ein Grundgedanke des Minimalismus.

5 Tipps und Strategien zum Sparen: unnötige Ausgaben vermeiden
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3.) Die Einkaufsliste (beachten)

Noch klassischer und einfacher ist die Einkaufsliste. Besonders für den Wochen-Einkauf eignet sich dieser Spar-Tipp. Wie funktioniert er? Liste dir alles auf, was du brauchst, um über die Runden zu kommen und um satt zu werden. (schmunzel) Dann geht es einkaufen. Dabei packst du einzig die Sachen in den Korb, welche auf dem Zettel stehen. Wenn Du kurzzeitig das Gefühl bekommst:

„Das könnte ich auch gebrauchen“ …

vergiss es.

Es steht nicht auf deinem Zettel und somit brauchst Du es nicht. Wenn Du ein Sonderangebot siehst (wobei irgendwie ist ja immer alles im Angebot), kaufst Du es nicht, weil es grad preiswert ist. Ich kann mir vorstellen, dass Du jetzt anderer Meinung sein könntest. Doch es gilt immer noch der Grundsatz:

„Du sparst mehr, wenn Du etwas NICHT kaufst … anstatt es billig zu kaufen.“.

Ehrlich geschrieben hat mir dieser Trick, um unnötige Ausgaben zu vermeiden anfangs viel abverlangt. Und bei den ersten Versuchen nach Liste einzukaufen, landete immer wieder etwas im Einkaufskorb, was ich nicht geplant hatte. Es brauchte ein wenig Zeit (und einige Einkäufe), um mich an diese Art des Einkaufens zu gewöhnen. Einmal in Fleisch und Blut übergegangen, ist es die natürlichste Sache der Welt und spart mir viel Geld. Dir natürlich auch…

4.) Schnitte und Kaffee Tipp

Ich liebe es im ICE zu sitzen und mein selbst geschmiertes Brötchen zu verspeisen. Obwohl das freundliche Service-Personal dem Fahrgast die Speisen und Getränke an den Platz bringt (oder soll ich sagen „an den Platz verkauft“) verzichte ich darauf.

Es empfiehlt sich immer die Schnitte selbst zu schmieren und den Kaffee selbst zu kochen. Einfach mal unterwegs ein belegtes Brötchen zu kaufen mit einem Kaffee dazu, wird dich zwischen 4 bis 8 Euro kosten – im ICE sogar deutlich mehr. Machst du es dir hingegen selbst … kommst Du maximal auf 1 bis 1,50 Euro. Das bedeutet, dass im besten Fall hier 130€ pro Monat gespart werden können. Und gesünder ist es auch. Wie sagt Oma immer:

„Da weißt Du wenigstens genau was drin ist.“

Wenn du diesen Trick dein Leben durchziehst und das gesparte Geld vernünftig investierst, dann hast du in 45 Arbeitsjahren gewaltige…

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5.) Der Trink Trick

Wie anfangs beschrieben, muss das Sparen nicht deine Lebensqualität einschränken. Zum Leben gehört für mich auch gern mal was Essen gehen. Ich mag gutes Essen und bedient zu werden. Dafür gebe ich auch gern ein paar Euro aus. Was ich jedoch absolut nicht einsehe und wo ich spare, ist bei den Getränken. Ja dazu stehe ich 🙂

Getränke sind Geld-Fresser

Ich hatte mal ein Erlebnis in einem Lokal, bei der mein Tischnachbar zu mir sagte:

„Ich kann mir nur ein preiswertes einfaches Essen bestellen.

Hab nicht mehr so viel Geld diesen Monat über.“.

So geschah es dann. Es wurde das billigste und schlimmste Gericht für knapp 10 Euro bestellt. Ich bestellte mir einen leckeren Vorspeisen-Teller und anschließend noch eine hochwertige Hauptspeise. Dazu bekam ich dann noch den Kommentar:

„Du kannst es dir ja leisten.“

… mit einem vorwurfsvollen Unterton. Am Ende des Abends habe ich weniger gezahlt als mein Nachbar. Ich hatte gespart bei den Getränken. Ein großes 0,5 Liter-Glas Apfelschorle war genügend für das Essen. Mein Nachbar hatte vier Bier (3,50 Euro / Glas) und somit 14 Euro für Getränke ausgegeben und ist dabei nicht mal satt geworden. Bekloppt, oder?

Das ist übrigens die kurze Version der Story. Wenn du die komplette Geschichte und meine Gedanken sehen willst, dann schaue dir unbedingt das Video: Dumme Menschen – griechisch deutsche Zustände beim Restaurant-Besuch an!

Unnötige Ausgaben vermeiden – so einfach?

Auch wenn ich diesen Beitrag überarbeitet habe, sind die Tipps aus dem Jahr 2015 absolut aktuell. Vor allem sind sie einfach und effizient. Das tolle ist, dass ich nach so vielen Jahren mit gutem Gewissen schreiben kann, dass diese fünf Punkte nicht nur langfristig funktionieren, sondern mir bereits viel (gespartes) Geld beschert haben. Egal, wie sich die Zeiten verändern – es gibt Grundlagen, die immer funktionieren und diese Strategien, um unnötige Ausgaben zu vermeiden gehören definitiv dazu.

Falls du jetzt mehr Spar- und Geld-Tipps haben möchtest, dann schaue besuche und abonniere unbedingt den Selbst Schuld COM Youtube-Kanal. Den kannste dir nicht sparen. (schmunzel)

Vielen Dank und Spaß beim Sparen wünscht

Christian


Christian BaierÜber den Autor:

Über 700.000 Besucher haben diesen Blog in den letzten 4 Jahren besucht und mich auf meinem Weg zur persönlichen und finanziellen Freiheit begleitet. Trotz einfachen Angestelltenverhältnisses schaffe ich es, mir ein regelmäßiges monatliches (passives) Nebeneinkommen zwischen 1.000 bis 2.000 Euro aufzubauen. Clever INVESTIEREN, begeistert BLOGGEN und immer einen Blick in Richtung PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG… das sind meine Werkzeuge und gleichzeitig die Themen auf diesem Blog. Erfahre hier, wie ich vom einfachen Bauernkind zum Investor wurde und schicke mir eine Nachricht, wenn du mit mir in Kontakt treten möchtest.

Ich nutze Exporo schon lange >> Immobilien-Projekte mit kleinem Geld finanzieren und gleichzeitig etwas von Wertsteigerungen und regelmäßigen Mieten abbekommen - genau mein Ding. Exporo ist Europas Marktführer im Bereich digitale Immobilieninvestments und mittlerweile haben sich schon 180 Leser meines Blogs und Newsletter registriert und erfolgreich investiert. Die Exporo AG ist ein Partner von mir und ich konnte einen tollen Willkommens-Bonus vereinbaren, mit dem du 100 € auf dein Erstinvestment erhältst und dir so selbst eine kleine Freude machen kannst. >> https://p.exporo.de/bonus100/?a_aid=63992 

8 Kommentare zu „Fünf Strategien zum Sparen: unnötige Ausgaben vermeiden“

  1. Moin, soweit ich mich erinnern kann, funktioniert eine Wirtschaft doch nur, wenn konsumiert wird. Dividenden werden von Unternehmen nur ausgeschüttet, wenn Menschen auch konsumieren. Dieses wollte ich als kleinen gut gemeinten Hinweis hier einmal loswerden, weil, wenn man die Webseite im gesamten betrachtet, besteht für mich hier eine Widerspruch, zwischen maximale Ersparnis und Geld verdienen weil andere konsumieren. Dennoch sind die Anregungen und Denkanstösse und Feststellungen dieser Webseite durchaus positiv anzusehen.

  2. Guten Sonntag,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich unterscheide selbst zwischen Sparen, Investieren und Spekulieren. In dem Beitrag geht es primär ums Sparen und das beutet aus meiner Sicht Geld (und damit auch Zeit) zurück zu legen für Dinge die man wirklich braucht bzw. machen möchte. Wenn Jemand zum Beispiel gerne reist und es schafft mit ein paar einfachen Tricks zu sparen, dann kann er mehr und besser reisen. Es gibt auch Menschen die sind kulinarische Genießer und nehmen sich Schnitte und Kaffee mit auf Arbeit, damit ein anderes Mal was tolles Essen bzw. selbst kochen und da kann dann auch das Olivenöl mal 30 – 50 Euro pro Liter kosten. Wenn Jeder an den Dingen spart, die er nicht wirklich braucht oder vermisst, dann kann er die Dinge tun die er wirklich liebt und lebt. Für viele Menschen ist Sparen auch notwendig um einfach über den Monat zu kommen – und besonders hier hoffe ich mit ein paar Tipps helfen zu können. Hast Du auch Tipps? / Habt Ihr auch Tipps? Dann lasst es mich einfach wissen.

    Grüße Christian

    PS: Dividenden werden von Unternehmen ausgeschüttet, wenn Menschen auch konsumieren UND investieren.

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