Meine Werte-Liste 9 einfache Werte, die du kennen und umsetzen solltest

Zwischen Werte kennen und diese leben, liegt ein gewaltiger Unterschied. Besonders die unendlichen Möglichkeiten und die Anonymität der Internet-Gesellschaft lassen sie immer mehr zu eine Vintage-Erinnerung werden. Egal ob die Cancel-Culture auf der Weltbühne erscheint oder Meinungen und Beschimpfungen im Netz Applaus bekommen. Es ist verrückt, was derzeitig passiert. Hast du dich nicht auch schon mal gefragt: “Wo ist der ganze Respekt geblieben?“ oder runzelst du die Augen, weil sich andere Menschen so verhalten, wie du es nie tun würdest? Es fühlt sich so an, als würde eine Gesellschaft heranwachsen, die alles in Frage stellt. Das ist gut – nur so kommen wir weiter. Doch sollten nicht einige Dinge klar und eindeutig sein? Werte, Glaubenssätze und Authentizität gemischt mit ehrlichem gesundem Egoismus und eine Prise Respekt.

Ich habe über die letzten Jahre oft meine Ansichten verändert oder weiterentwickelt. Auf dem Weg besser werden zu wollen, stolperte ich immer wieder über ganz einfache Dinge. So einfach, dass sie oft vergessen werden. Daraus entstand ein Knigge fürs Leben. Dieser besagt nicht, wie ich mich anderen Zeitgenossen gegenüber verhalten soll, sondern wie ich mit mir respektvoll umgehe. So respektvoll, dass automatisch das ganze Drumherum auch etwas davon hat. Eine Art Vereinbarung sich selbst gegenüber. Eigene Werte, die gut tun … nicht nur mir selbst.

Ich stelle dir heute meine (aktuellen) Werte und „Individual-Gesetze“ vor, welche ich lebe bzw. mich immer wieder darauf besinne. Eine gute Mischung, mit der Jeder etwas anfangen kann. Auch Du.

Es ist nicht wichtig, wer du bist …, sondern was du tust oder wie du denkst.

Los geht’s

Keine Emotionen zu DINGEN aufbauen

Der Feind bodenständiger Wertvorstellungen ist es, Emotionen zu Dingen aufzubauen und ihnen einen zu hohen Wert zu geben. In diesem Satz steckt ein Grundproblem unserer Gesellschaft. Eine Couch ist eine Couch und ein T-Shirt ist ein T-Shirt. Was es dir wert ist, bestimmst du. Leider werden schon bei einfachen Dingen wie ein T-Shirt Unterschiede gemacht, wenn es eine bestimmte Marke oder Hersteller ist. Rational betrachtet muss dir ein Shirt gefallen, es benötigt eine bestimmte Qualität und danach solltest du schauen, welche Marke es ist.

Umgekehrte Reihenfolge verkauft dir falsche Werte.

In dem Moment, wo du Emotionen (oder sogar Erinnerungen) an Dinge knüpfst, handelst du nicht mehr rational und verlierst den Wert des Dings aus den Augen. Allein schon die Tatsache, ob etwas neu oder alt ist, stellt keinen Unterschied dar (solange natürlich die Funktion nicht beeinträchtigt ist).

Und deshalb ist es einer meiner wichtigsten Werte keine Emotionen auf Dinge zu legen. Ein Auto ist immer noch ein Auto und wenn Jemand mit einem Porsche vorfährt, dann bedeutet das für mich genauso viel, wie wenn ein Trabi vorbei knattert. (schmunzel)

Abgrenzen vor den Dingen, die mich nicht betreffen

Wenn in China ein Sack Reis umfällt, dann interessiert mich das nur, wenn ich diesen Reis kaufen will. (schmunzel) Ich möchte damit sagen, dass du nicht überall auf der Erde dabei sein kannst und dass die wenigsten Dinge dich wirklich betreffen. Wenn irgendwo wieder ein Vulkan ausbricht und Menschen dadurch sterben, dann ist das sehr tragisch … aber außer, dass du dich darüber aufregst oder weißt was passiert ist, kannst du nichts ändern.

Auch die Geschichten von fernen Verwandten oder Freunden sind möglicherweise interessant, doch werden sie dein Leben nicht nachhaltig verändern. Es gibt so viele (unnötige) Informationen auf der Welt – doch die Angst etwas zu verpassen sorgt dafür, dass wir uns zuschütten mit diesen Geschichten oder Katastrophen-Storys. Einen Wert, den ich hier vertrete, ist es, mich nur mit den Dingen zu beschäftigen, die mich betreffen oder wahrhaft Freude und Glück bereiten.

Nicht ärgern, sondern freuen

Sich über etwas ärgern, ist das beste Zeichen, dass du selbst mit dir nicht im reinen bist. Okay, oft ärgerst du dich über andere Menschen … doch das signalisiert dir , dass Erwartungen nicht erfüllt wurden oder du mit einer Situation nicht klar kommst. Am Ende bringt dich ärgern nicht weiter. Das solltest du dir immer wieder bewusst machen und daraus lernen für das nächste Mal.

Eine Situation, die negative Gefühle in dir hervorruft, ist der beste Indikator an dir zu arbeiten. Somit solltest du dich freuen, wenn du Wut oder Ärger verspürst. Bessere Coaches, die dich weiterentwickeln gibt es nicht. An dieser Stelle möchte ich dir unbedingt das Meisterwerk: “Das Power-Prinzip“ von Tony Robbins empfehlen*. Hier ist diese Thematik richtig gut beschrieben und wenn du dich herausfordern willst, dann mache an der „Negative-Gefühle-Challenge“ in diesem Buch mit. Nicht einfach, aber lebensverändernd.

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Neuem gegenüber aufgeschlossen sein

Ob es eine typisch deutsche Eigenschaft ist, kann ich dir gar nicht sagen … doch erlebe ich immer wieder, dass bei Neuerungen oder Ideen grundsätzlich erst mal NEIN gesagt wird. Es werden Gründe gefunden, warum etwas nicht funktionieren kann bzw. nicht gut ist. Ohne tiefer darüber nachgedacht zu haben wird eine Anti-Position aufgebaut.

So kann sich unser Leben nicht verändern. Da fällt mir direkt das Zitat von Tony Robbins ein:

„Wenn du das tust, was du immer getan hast, wirst du nur das bekommen, was du schon immer hattest.“

Willst du mehr haben, dann musst du mehr tun! Willst du ein anderes Leben haben, dann musst du was anderes tun. Ohne Veränderung wirst du nichts verändern. Ich habe mir angewöhnt immer erst mal JA zu sagen. Manchmal passiert das auch innerlich und in Gedanken. Dabei gehe ich alle Vorteile dem Neuen gegenüber durch und suche Gründe für eine Veränderung. Klingt komisch, ist aber gut. (schmunzel)

Nein sagen – ohne Grund (oder mit wahrem Grund)

Nein zu sagen ist schon schwer, ohne Begründung umso mehr. Dabei ist es so wichtig dies zu tun. Einmal dir selbst gegenüber und auch dem Gegenüber für sich selbst. Es geht hierbei jedoch nicht um das NEIN zu Neuerungen oder innovativen Ideen, eher ist die heutige Cancel-Culture gemeint. Ein gutes Beispiel ist die Einladung zu einer Feier oder die Frage bei einem Umzug zu helfen. Du musst nicht aus Höflichkeit zusagen und dich danach ärgern. Du brauchst nicht hin und her zu drucksen und anschließend doch die Party absagen. Hast du es schon mal mit einem Nein ohne Grund versucht?

„Bist du am Samstag bei der Party dabei?“

„Nein, ich bin (dieses Mal) nicht dabei.“

Das wars schon. Wenn du anschließend gefragt wirst, dann kannst du den Grund nennen. Und wenn es ein einfaches: „Ich habe keine Lust.“ ist. Ein klares Nein ist immer besser, als ein Hin- und Her und es ist gleichzeitig ein JA zu etwas anderem.

Jeden Abschied positiv gestalten

Jeder Abschied von einem lieben Menschen oder geschätzten Kollegen könnte der letzte sein. Ich weiß … das klingt hart, aber du weißt nie, wie das Leben so spielt. Das bedeutet, dass ein Streit oder eine Meinungsverschiedenheit nicht den letzten Takt einer Begegnung angeben sollte. Auch wenn man sich regelmäßig trifft oder gar täglich sieht, ist es wichtig den Tag ohne Missverständnisse oder Unmut dem anderen gegenüber zu beenden.

Ich gehe sogar zwei Schritte weiter:

  • Auch Menschen gegenüber, welche mir nicht nahe stehen müssen mit diesem Wert leben. Hier mache ich keine Unterschiede und sorge dafür, dass ein „Machs gut“ einen positiven Ausklang hat.
  • Was für einen Abschied gilt, wird auch beim „Hallo“ angewendet. Besonders Menschen oder Menschentypen, welche ich mit etwas Bauch-Grummeln begegne, haben den „Wert einer guten Begrüßung“ verdient.

Der erste und letzte Eindruck zählt immer noch am stärksten. Sorge dafür, dass es für beide Personen positiv ist.

Respekt zeigen in kleinen Dingen

Ein wichtiger Wert ist dein Respekt für die kleinen Dinge des Alltags. Sich positiv zu verabschieden, war bereits ein Punkt davon. Dennoch gibt es viele weitere, die so einfach erscheinen … jedoch leider nicht (mehr) sind.

  • Pünktlichkeit ist der am meisten mit Füßen getretene Wert. Allein schon zur verabredeten Zeit zu erscheinen, scheint heute nicht mehr „Trend“ zu sein. Schade. Dabei gilt mein Credo: “Wer zu spät kommt, dem war es nicht wichtig genug, pünktlich zu erscheinen.“
  • Ausreden lassen und Zuhören folgen direkt auf dem zweiten Platz. Ich denke, hier brauche ich nicht viel dazu zu schreiben. Heutzutage reden wir viel zu viel an uns vorbei („Ich war letztens in Berlin“ … „Und ich war am letzten Wochenende in Hamburg“). Anstatt ehrliches Interesse zu zeigen und richtig zuzuhören, wird meist ein eigener Fakt ins Gespräch geworfen. Vielleicht kennst du solche Situationen, in denen Jeder über seins redet … und so getan wird, als wäre es ein Gespräch. (schmunzel)
  • Empathie zeigen gehört auch ein wenig in den Bereich Interesse zeigen. Besonders bevor Jemand eine Kritik erfährt oder du Anschuldigungen loslässt, versuche dich in deinen Gegenüber hineinzuversetzen. Wie kommen meine Worte an? Erreiche ich meinen Gegenüber?

Nicht beeilen, auch wenn die Zeit knapp wird

Ein Learning, welches ich über die letzten Jahre machen konnte ist, dass du nicht wirklich schneller bist, wenn du dich beeilst. Ich habe das oft genug auf den Weg zur Arbeit getestet. Der Aufwand und der Stress sind in keinem Fall die drei bis vier Minuten Vorsprung wert. Auch beim Ausführen von Aufgaben liegt die Kraft in der Ruhe und im Monotasking. Klar bringt Beeilen im besten Fall ein wenig Zeitvorsprung, im schlechtesten Fall wirst du auf deinem Weg zum Ziel Fehler machen und brauchst dann deutlich mehr Zeit.

Es macht keinen Sinn sich zu beeilen, und das mache ich nicht mehr. Und sei doch mal ehrlich – bei allen wichtigen Lebensterminen (Hochzeit, Geburt, …) bist du pünktlich und alles andere ist kein Weltuntergang, wenn es nicht pünktlich wird. Wenn du zusätzlich wie ich den Wert Pünktlichkeit pflegst, dann sorgt die Kombination Nicht beeilen und Pünktlichkeit dafür, dass du immer großzügig früher losfährst und nie in den Beeil-Modus kommst. (schmunzel)

Schlecht über andere Menschen reden

Wenn du mit einem Finger auf andere Menschen zeigst, dann zeigen immer noch drei Finger auf dich zurück. Und wie du über andere Menschen sprichst, sagt mehr über dich als über die anderen aus. Diese zwei Lebensweisheiten sorgten dafür, dass ich (fast) nicht mehr schlecht über andere Menschen spreche. Es bringt nichts.

Sollte Jemand was Schlechtes angestellt haben oder einen schlechten Charakterzug haben, dann werte ich dies nicht (mehr) sondern transportiere einzig die rationalen Informationen. Anstatt zu sagen: “Jim ist ein Lügner. Er erzählt nie die Wahrheit.“ werde ich eher etwas sagen wie: „Als Jim von seinem neuen Auto berichtet hat, hat er nicht die Wahrheit gesagt.“. Anstatt etwas zu pauschalisieren und Jemanden ungerechtfertigt zu belasten, werden einfach die Fakten genannt. Werten kann dann immer noch der Empfänger der Fakten.

In manchen Fällen halte ich auch komplett meinen Mund. Frei nach dem Motto:

„Wenn du nichts Gutes sagen kannst, dann sag lieber nichts.“

Irgendwie finde ich es besser, Gutes über die Menschen zu erzählen. Jeder hat viele gute Eigenschaften und tut gute Dinge … und wir picken uns manchmal die eine schlechte Sache raus. Auch nicht wirklich respektvoll, oder?

Übrigens: Wenn du Menschen triffst, die ständig über andere herziehen (und denken, nur sie haben Recht), dann nimm die Beine in die Hand und renne so schnell du kannst. (schmunzel)

Meine Werte – deine Werte?

Ich bin mir sicher, dass die aufgezählten Werte bekannt sind. Ich weiß auch, dass du bestimmt einige davon lebst. Doch sind es nicht diese selbstverständlichen Kleinigkeiten, die der heutigen Gesellschaft immer mehr verloren gehen und die fehlen? Was sind deine Werte? Hast du eigene Regeln oder Vorsätze, die du im Umgang mit dir und anderen Menschen lebst? Falls ja, dann lass es mich im Kommentar wissen. Übrigens habe ich einen klasse Weiterlesen-Tipp für dich. Was passt besser zu den Werten, wie die besten Sprichwörter von Oma, die auch in der heutigen Zeit modern sind? Lust zu erfahren, welche es sind? Dann klicke dich hier in die Sprichworte meiner Oma.

Wertvolle Grüße sendet dir

Christian


Christian BaierÜber den Autor:

Über 700.000 Besucher haben diesen Blog in den letzten 4 Jahren besucht und mich auf meinem Weg zur persönlichen und finanziellen Freiheit begleitet. Trotz einfachen Angestelltenverhältnisses schaffe ich es, mir ein regelmäßiges monatliches (passives) Nebeneinkommen zwischen 1.000 bis 2.000 Euro aufzubauen. Clever INVESTIEREN, begeistert BLOGGEN und immer einen Blick in Richtung PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG… das sind meine Werkzeuge und gleichzeitig die Themen auf diesem Blog. Erfahre hier, wie ich vom einfachen Bauernkind zum Investor wurde und schicke mir eine Nachricht, wenn du mit mir in Kontakt treten möchtest.

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