Vergleiche dich nicht mit anderen! Es macht unglücklich und depressiv

Er kann ganze Leben verändern, Menschen in die Depression zwingen, Kriege ausbrechen lassen, krank machen, dein Selbstbewusstsein zerstören, Ziele vernichten, Demotivieren, deine Wahrnehmung verzerren, Lebenszeit auffressen, Dich zu einem Massenprodukt machen.

Der Vergleich

Wer damit nicht richtig umgehen kann, hat den Feind seines Lebens gefunden. So wie Geld den Charakter verstärkt, kann ein Vergleich (oder der falsche Umgang damit) den Charakter schwächen und erkranken lassen. Je weniger Vergleich, desto mehr Selbstbewusstsein … je mehr Selbstbewusstsein, desto weniger Vergleichen. Eine tolle Aufwärts-Erfolgsspirale, von der die meisten Menschen nichts mitbekommen, da sie auf eine Art und Weise vergleichen, die krank macht.

Ich möchte dir heute meine Gedanken dazu schildern und einen Life-Hack mit auf den Weg geben, der mir geholfen hat, dass ich mich nicht mehr mit anderen Menschen vergleiche, glücklich bin. Viel Spaß beim Lesen.

Die zwei Arten des Vergleichens

Geld. Fange ich damit an. Stell dir vor du würdest nicht wissen, was deine Arbeitskollegen verdienen, hast auch keine weiteren Anhaltspunkte oder statistischen Ergebnisse. In diesem Szenario beginnst du nicht zu vergleichen, da das nicht möglich ist, sondern für dich zu werten. Bin ich zufrieden, mit dem was ich verdiene? Komme ich damit gut über die Runden? Brauche ich mehr? Komme ich mit weniger aus? All diese Fragen beziehen sich auf dich. Du machst dir deiner selbst bewusst, bist selbstbewusster.

In dem Moment wo du die Möglichkeit zum Vergleich bekommst, zerfällt dieses Zufriedenheitskonstrukt. Ein Nachbar der einen ähnlichen Job begleitet, dennoch deutlich mehr verdient, kann schon am Ego kratzen. Muss es nicht, doch leider ist es oft so. Denn häufig  wird ein verlorener Vergleich auf aufs Ich gespiegelt, was unzufriedener macht.

Besonders materielle Dinge und Sachen, welche sich mit Zahlen definieren lassen … werden untereinander abgewogen und ausgewertet. Ob nun das Auto teurer war, man weniger Körperfett besitzt oder mehr  verdient … die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Vergleichen ist gut und schlecht. Es kommt darauf an, wie du es machst, welche Fragen du dir danach stellst. Angenommen dein Nachbar verdient deutlich mehr bei gleicher Arbeit, dann hast du zwei Arten darüber nachzudenken.

Destruktiver Vergleich

Hier transportierst du das Ergebnis auf dich, generierst dir schlechte Gefühle. Gedanken wie: „Ich mache das Gleiche. Warum verdiene ich weniger?“ oder „Ich verdiene weniger – bin ich weniger wert?“ fangen an, sich in deinem Kopf zu drehen. Das typische kindliche Er-hat-etwas-was ich-nicht-habe-Denken stellt sich ein. In schlimmeren Fällen wirst du demotiviert, verstehst die Welt nicht, fühlst dich ungerecht behandelt.

Konstruktiver Vergleich

Hierbei ziehst du Motivation aus dem Vergleich. Gedanken wie „Wie kann ich es auch schaffen mehr zu verdienen?“ oder „Wenn er das schafft, dann ich auch.“ treiben zu Ergebnissen, entwickeln dich weiter.

Ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass ich vor einigen Jahren überrascht war, dass es Menschen gibt, die mit relativ wenig Einsatz 500 bis 1000 Euro nebenbei mit der Webseite verdienen. In einem Moment wo ich nach drei Monaten ganze 27 Cent verdient hatte, habe ich nicht die Welt verflucht. Schließlich machte ich genau das gleiche wie mein „Konkurrent“. Anstatt zu jammern, spornte es mich an und frei nach dem Motto „Wenn er das schafft, dann bekomme ich das auch hin.“. Der Vergleich motivierte mich. Nimm dieses Credo unbedingt mit.

Vergleiche müssen motivieren!

Leider tun sie das bei gefühlten 95 Prozent der Menschen nicht. Die Komplexität der unzähligen Vergleichsmöglichkeiten macht diese Situation nicht besser. Hier einmal fünf Dinge, die destruktive Vergleiche mit dir anstellen können.

Vergleichen – Selbstbewusstsein ade

Zufriedenheit ist nicht einfach zu erlangen. Eine Reflektion Deiner selbst und das Abwägen von Zielen und Erfolgen gibt dir diese innere Ruhe. Solange deine Gedanken unbeeinflusst für dich arbeiten, ist alles gut. Sollte jedoch ein Vergleich mit einem anderen Menschen dir zeigen, dass du nicht so toll bist, kann dies dein Selbstbewusstsein erschüttern.

Ich kann mich noch erinnern, als ich damals in der ersten Klasse im Jahr 1985 einen tollen Ranzen bekam mit einem Fisch drauf und aus Leder. Ich war bereit und dieser Ranzen gab mir gefühlt einen starken Schub in die Schule zu gehen. Stolz und Selbstbewusstsein schüttelten sich die Hände. In der Schule angekommen musste ich leider feststellen, dass wenige Mitschüler einen knallbunten Ranzen aus dem damaligen Westdeutschland hatten. Mein Selbstbewusstsein war in diesem Moment verflogen. Ich hatte immer noch meinen tollen Fisch-Ranzen. Somit gab es keinen Grund meine Motivation zu verlieren, doch der blöde Vergleich lies alles verpuffen.

Auch wenn es ein recht einfaches Beispiel ist, zeigt es dir, dass der Vergleich aus einer für dich zufriedenen Situation eine Unzufriedenheit machen kann, dein Selbstbewusstsein anknabbert, zerstört. Rational macht dies absolut keinen Sinn. Selbstbewusstsein sagt aus, dass du dir selbst bewusst bist, nicht Fremdbewusst. In dem Moment, wo du dich nach anderen Menschen richtest, wirst du dir leider immer ein Stück fremder.

Vergleichen – Exponentielles Anspruchswachstum

Eine sehr gefährliche Eigenschaft des Vergleiches ist das rasante Wachsen der eignen Ansprüche. Meistens vergleichst du dich mit mehreren Menschen und suchst dir die Dinge raus, die anders und erstrebenswert sind. Frei nach dem Motto

„Was hat er was ich nicht habe?“

orientierst du dich an diesen Menschen deiner Umgebung. Am besten lässt sich dies an einem Beispiel beschreiben.

Sam ist zufrieden mit seinem Leben, seiner Arbeit und seiner Beziehung. Alles läuft recht angenehm, kein Grund zur Klage. Erst als er anfängt zu vergleichen, fängt sein Leben an sich zu verkomplizieren, unbequem zu werden. Es fing damit an, dass sein Nachbar eines Tages mit einem neuen SUV in seine Einfahrt nebenan fuhr. Sam wollte dies auch. Als sein Arbeitskollege ihm von seiner letzten USA-Reise erzählte, bekam er Lust wieder zu reisen. Sein Schwager erzählte ihm zusätzlich, dass erfolgreiche Menschen zum Golf spielen gehen. Da er auch erfolgreich sein möchte, meldete er sich im Golf-Club an. Abgesehen davon, dass er sich durch die Kredite verschuldet hat und ihm die eigene freie Zeit fehlt, wachsen seine Ansprüche schneller als es sein Glück verträgt. Hätte er sich nicht mit Nachbarn, Arbeitskollegen und Schwager verglichen, wäre er ein glücklicherer Mensch.

Hinzu kommt, und das ist menschlich, dass er sich zukünftig nicht mit „Rückschritten“ zufrieden geben wird. Warum noch einen gebrauchten Kombi fahren, zur Ostsee reisen und eine Runde Mini-Golf spielen, wenn man doch anderes gewöhnt ist?

Vergleichen sorgt dafür, dass der Wunschstandard in deinem Kopf manchmal schneller wächst, als es gesund ist. Besonders tragisch ist es, wenn du von hunderten Vergleichen immer mindestens genauso gut sein möchtest.Das Selbstbewusstsein schafft es selten mit Rückschritten emotionslos umzugehen.

Vergleichen – Zeitfresser

So verrückt es klingt: Jeder Vergleich kostet dich Lebenszeit. Hierbei denke ich in die materielle Richtung. Den Produktvergleich.

Du kannst dabei auf den Preis dein Augenmerkt legen, Preissuchmaschienen abgrasen, dich durch Internet kämpfen, auf spezielle Angebotswochen warten, an der Tankstelle so lange vorbei fahren bis der Benzinpreis passt … in jedem Fall verlierst du dabei Lebenszeit. Zusätzlich steigt das Risiko, dass du im Nachhinein dein Produkt preiswerter findest, dich darüber ärgerst.

Ich gehe damit sehr lässig um. Schaue kurz ob der Preis nicht überteuert ist, bestelle und fertig. Meist dauert es nicht mal eine Minute, wenn ich weiß, was ich möchte. Bestellt ist schnell und wenn mein Produkt einmal ein paar Cent oder Euro mehr kostet, dann ist das egal – Lebenszeit gespart.

Weiterhin ist es ein Graus Spezifikationen zu vergleichen. Paradebeispiel ist der Kauf eines neuen Smartphones. Es wird zum Telefonieren, WhatsAppen, Internet und Navigieren verwendet … dennoch werden Pixeldichten, Displaygrößen und Features verglichen. Features, welche maximal einmal im Leben benötigt werden. Die bessere Herangehensweise ist sich vorher und unbeeinflusst die Dinge zu notieren, welche du mit dem Produkt machen möchtest. Kann es das? -> dann kauf es!

Vergleichen – Ego Killer oder Motivation?

Leider möchte der Mensch in bestimmten Dingen bzw. Situationen der Bessere sein. Ist er das nicht, dann schlägt die Demotivation ein. Es fehlt oft das Selbstbewusstsein sich mit seinem früheren ICH zu vergleichen als mit Jemand anderen.

Angenommen du Joggst schon eine ganze Zeit und schaffst es 10 Kilometer in einer recht guten Zeit zu laufen. Dabei bist du sehr stolz auf dich. Auf einer Feier triffst du dann einige Menschen, die in ihrem Leben bereits einige Marathons gelaufen sind, 10 Kilometer als Warmläufer sehen. An dieser Stelle besteht die Gefahr, deine ganze Motivation zu verlieren, da du nie dahin kommen willst und wirst, wo die anderen bereits sind. Es kann sehr frustrierend sein, die eigene Bestleistung nach dem Vergleich abgewertet präsentiert zu bekommen.

Auf der anderen Seite hast du die Möglichkeit diesen Fakt als Ansporn zu sehen. „Wenn die Anderen die 42 Kilometer mit Links rennen, dann schaffe ich bestimmt die Hälfte.“. Somit machst du den 20 Kilometer-Lauf realistisch, bist angespornt, kannst deine Leistung verbessern. Übrigens: Wenn dich das Thema Selbstbewusstsein und Motivation interessiert, dann schau dir folgendes klasse Buch an und bestelle es am besten direkt. Als Kindle Unlimited sogar gratis.

Vergleichen – immer mit der Masse schwimmen

Wer ständig vergleicht, schwimmt mit der Masse. Vergleichen sorgt in den meisten Fällen dafür, dass wir uns anpassen. Es entsteht dadurch ein „Standard-Leben“ – weil man es gern wie andere machen will.  Diese Lebenswege und Vorstellungen werden teilweise über Generationen vererbt.

Schau dir mal die ganzen Standard-Leben an.  Geburt, Zwangsimpfungen, Kindergrippe, Kindergarten, Jugendweihe, Schulabschluss, erster Job, Partner suchen, Kind kriegen, Wohnsituation verbessern, Eigentum auf Pump kaufen, Zeit gegen Geld tauschen, langsam alt werden, die Tage gleichen sich, Krankheiten kommen, zur Rente lechzen, sterben.

Alle machen es so. In allen Lebensstufen wird untereinander verglichen. Ist man gut genug? Weicht man zu sehr vom Standard ab? Es wird verglichen, dabei präsentiert jeder die Perlen seines Lebens auf dem Smartphone. Ein Standard Lebensweg fühlt sich gut und sicher an, ein alternativer Weg ist besser.

Okay viele Dinge sind von Staat und Gesetz vorgegeben, doch stell dir mal vor du würdest nicht vergleichen. Dann sähe dein Leben komplett anders aus. Du würdest Dinge tun, die Spaß machen. Deine Zeit und Lebensphasen so einteilen wie es dir gut tut. Möglicherweise bist du mit einem fahrbaren Tiny-Haus unterwegs. Vielleicht hast du mit 18 keine Ausbildung gemacht, sondern ein eigenes Business aufgezogen oder du schläfst jeden Tag woanders und verdienst dein Lebensunterhalt mit nicht Standard-Dingen. Oh ich schweife ab. (schmunzel)

Ich möchte damit sagen. Je weniger du vergleichst, desto mehr bist du du selbst, beginnst dein Leben zu leben und entfernst dich von der ferngesteuerten Masse. Du bekommst mehr Authentizität, wenn du egoistisch dich selbst mit deinem früher vergleichst und deinen Nachbarn ignorierst.

LifeHack zum Vergleichen

Es ist absurd zu behaupten, dass man sich nie mit anderen Menschen vergleicht. Ich habe dagegen ein Life-Hack entwickelt.

Wenn jemand bei einem Vergleich besser abschneidet, dann frage ich mich:

Was sind die Nachteile?

Ich kann mich erinnern, als ich mich vor vielen Jahren ärgerte, dass ein Bekannter mit gleichen Voraussetzungen sich ein mehrfach  teureres tolles Auto zulegte. Nachdem ich realisierte, was dieses Auto für Nachteile mit sich brachte, war ich froh, meinen kleinen Fiesta zu besitzen. Für das Auto musste der Bekannte mehrere Jahre arbeiten, um es abzubezahlen, das Auto fraß mehr Benzin, jede Reparatur in der Werkstatt war deutlich teurer als meine. Am Ende besaß er ein tolles Statusobjekt, gekauft mit Geld und Lebenszeit.

Auch wenn Jemand mehr Geld verdient, halte ich mir oft vor Augen zu welchem Preis. Ist er bei seiner Arbeit glücklich? Wie frei ist die Arbeitszeit-Einteilung? Wie ist das Verhältnis zu den Kollegen? Muss er am Wochenende oder in der Nacht arbeiten? Ist eine Rufbereitschaft erforderlich? Ich habe festgestellt, dass sich der hohe Verdienst oft mit solchen Nachteilen kombiniert. Fett Kohle verdienen, doch jahrelang unglücklich sein – das kommt davon wenn einzig die Zahl auf dem Gehaltsschein verglichen wird.

Seitdem ich diesen „Was sind die Nachteile“ –Denk-Life-Hack anwende … bleiben für mich einzig Vergleiche über die anspornen. Toll!

Zusammenfassung

Auch wenn du heutzutage bombardiert wirst mit Vergleichen, solltest du sehr gut überlegen ob du diese annimmst, dich davon zu sehr leiten lässt. Ich kann dir nur empfehlen dein Ding durchzuziehen, so unbeeinflusst wie möglich. Das schont nicht nur deine Nerven und vernichtet negative Gefühle … im besten Falle wirst du dadurch so glücklich und authentisch, dass sich andere an dir messen. (schmunzel)

Ich wünsche dir eine unvergleichbare Zeit

Christian

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2 thoughts on “Vergleiche dich nicht mit anderen! Es macht unglücklich und depressiv

  1. Hi Christian,

    so pauschal würde ich das nicht sehen… Sondern anstatt dessen schon dazu raten, sich an Besseren ein Vorbild zu nehmen.

    Natürlich nicht in allen Situationen…aber ganz ohne solche Vorbilder fehlt uns ja irgendwann der Antrieb uns weiter zu entwickeln!

    Ich habe meine Gedanken auch neulich schon in einem Artikel dargelegt:
    https://thorstenhartmann.de/orientiere-dich-immer-an-denen-die-noch-besser-sind

    „Blind“ sollte man natürlich niemandem als Vorbild nacheifern!

    Viele Grüße
    Thorsten

    1. Hi Thorsten,

      da hast du völlig Recht. Leider werden die Vergleiche heutzutage ziemlich falsch „gelenkt“ oder sind sehr beeinflusst. Die motivierende Vergleich mit Menschen, die bereits dort sind wo du hin möchtest … ist immer noch der beste Vergleich.

      Einen unvergleichlichen Tag wünsche ich dir

      Christian

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